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17.06.2019

10:16

Golf von Oman

EU stellt sich vorerst nicht hinter US-Vorwürfe gegen den Iran

Die EU will hinsichtlich der Angriffe auf Tanker im Golf von Oman noch keine Schlussfolgerungen ziehen. Donald Trump hatte den Iran verantwortlich gemacht.

Zwei Öltanker im Golf von Oman waren angegriffen worden. dpa

Öl-Tanker

Zwei Öltanker im Golf von Oman waren angegriffen worden.

LuxemburgIm Fall der Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman zeichnet sich in der EU keine geschlossene Unterstützung für die US-Vorwürfe gegen den Iran ab. Unter anderem Bundesaußenminister Heiko Maas und seine Kollegen aus Luxemburg und den Niederlanden machten am Montag bei einem Treffen in Luxemburg deutlich, dass sie zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Schlussfolgerungen ziehen wollen. „Wir sammeln weiterhin Informationen“, sagte Maas. Man kenne die Erkenntnisse der amerikanischen und auch der britischen Geheimdienste, habe aber selbst noch nicht abschließend entschieden.

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn erinnerte daran, dass die USA 2003 auf der Grundlage bewusst oder unbewusst falsch interpretierter Geheimdienstinformationen über angebliche Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins in den Irak einmarschiert waren. Er forderte wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres eine unabhängige Untersuchung. „Ich glaube, dass die Hauptaufgabe von Außenministern ist, Krieg zu vermeiden“, sagte Asselborn. „Das müssen wir heute tun.“

Bei den Zwischenfällen nahe der Küste des Irans waren am frühen Donnerstagmorgen zwei Tanker beschädigt worden. Das zweite der beiden Schiffe, die „Front Altair“ einer norwegischen Reederei, geriet nach Explosionen in Brand. Zuletzt war nach der US-Regierung auch die britische Regierung zu dem Schluss gelangt, dass der Angriff auf die Schiffe vom Iran ausgegangen sein dürfte. Stichhaltige Beweise wurden bisher aber nicht bekannt. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.

„Ich bin an jeder Klarstellung interessiert, die zur Verfügung gestellt werden kann“, sagte der niederländische Außenminister Stef Blok am Montag in Luxemburg. Die Niederlande hätten keine eigenen Erkenntnisse darüber, wer hinter den Angriffen stecke.

Brexit 2019

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Hans Henseler

17.06.2019, 11:23 Uhr

Die Briten haben sich ja schon entschieden, genauso wie damals Blair bezueglich der
irakischen Massenvernichtswaffen, die London innerhalb von 40 Minuten haetten erreichen
koennen. Hoffentlich haelt die EU die Ohren steif und schliesst sich den laecherlichen
Vorwuerfen nicht an. Angriff auf ein japanisches Schiff waehrend der Ministerpraesident
in Teheran war! Gehts noch!

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