MenüZurück
Wird geladen.

14.09.2017

12:22 Uhr

Grenzkontrollen im Schengen-Raum

EU-Migrationskommissar fordert schnelles Ende

Seit Auftreten der Flüchtlingskriese im Jahr 2015 werden vielerorts Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums durchgeführt. EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos fordert nun allerdings ein Ende der Kontrollen.

„Ich glaube, jetzt ist der Moment, zur normalen Funktion von Schengen zurückzukehren“, so der EU-Migrationskommissar. Reuters

Dimitris Avramopoulos

„Ich glaube, jetzt ist der Moment, zur normalen Funktion von Schengen zurückzukehren“, so der EU-Migrationskommissar.

BrüsselEU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos hat sich für ein Ende der Grenzkontrollen im Schengen-Raum ausgesprochen. Sie seien auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise und deren Nachwirkungen 2016 gerechtfertigt gewesen, nun seien aber diese Gründe nicht mehr gegeben, sagte er am Donnerstag in Brüssel. „Ich glaube, jetzt ist der Moment, zur normalen Funktion von Schengen zurückzukehren“, erklärte Avramopoulos.

Die systematischen Personenkontrollen an den Binnengrenzen von 26-EU-Mitgliedern des Schengenabkommens waren angesichts des Zustroms von Hunderttausenden Flüchtlingen wieder eingeführt worden. Die EU gestattete Deutschland, Dänemark, Österreich und Schweden die Verlängerung der Passkontrollen bis zum 11. November.

De Maizière in Brüssel: Innenminister gegen rasche Ausweitung des Schengen-Raums

De Maizière in Brüssel

Innenminister gegen rasche Ausweitung des Schengen-Raums

EU-Kommissionspräsident Juncker will alle EU-Staaten in den Schengen-Raum aufnehmen. Bundesinnenminister de Maizière steht dieser Vision jedoch sehr kritisch gegenüber und sieht keine Chance einer schnellen Ausweitung.

Im deutschen Wahlkampf sind die Beibehaltung der Grenzkontrollen ein zentrales Thema. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erklärt, sie sei zuversichtlich, dass die EU-Kommission ein offenes Ohr für die deutschen Argumente haben werde.

Avramopoulos sagte, das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei funktioniere gut: Gegenüber August 2016 seien auf griechischen Inseln 81 Prozent weniger Flüchtlinge angekommen, die in der Türkei aufgebrochen waren. „Die vergangenen beiden Jahre haben wir im Krisenmodus gearbeitet, jetzt ist der Augenblick gekommen, aus der Krise herauszutreten“, sagte er.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×