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01.03.2022

13:06

Hackerangriffe gegen Russland

Anonymous hackt größte russische Bank

Von: Dominik Zubel, Kai Thomas

Anonymous hat Putin den Cyberkrieg erklärt. Die Hacker schalten nun die Websites der Sberbank und der Moskauer Börse Moex immer wieder ab. Auch Gazprom, TV-Sender und Ministerien sind im Visier.

Die Hacker von Anonymous wollen Websites und Infrastruktur von Russlands Regierung angreifen. imago stock&people

Hackerkollektiv Anonymous

Die Hacker von Anonymous wollen Websites und Infrastruktur von Russlands Regierung angreifen.

Anonymous greift Russland an. Die internationale Hackergruppe attackiert seit dem Überfall auf die Ukraine etliche russische Websites. Nach gazprom.com hackt das Kollektiv nun auch die größte Bank und die wichtigste Börse Russlands. Die Websites der Sberbank und der Moscow Exchange (Moex) fallen seit Sonntag immer wieder aus.

Ukraine-Krieg: Anonymous will Russland lahmlegen

Bereits am Tag des Ukraine-Angriffs, am 24. Februar, verkündeten die Hacker über den Twitter Account @YourAnonOne: „Das Anonymous-Kollektiv ist offiziell im Cyberkrieg gegen die russische Regierung.“ Zudem gaben die Hacker ihre Ziele bekannt. Die Angriffe sollen sich auf Websites und die Infrastruktur von Putins Regierung konzentrieren.

Auf dem bekanntesten Account von Anonymous, @YourAnonNews, hieß es: „Unsere Operationen richten sich gegen die russische Regierung. Es ist unvermeidlich, dass auch der private Sektor betroffen sein wird.“ Die Hacker haben nun erste Taten sprechen lassen. Mehrere große russische Websites sind seit der Kriegserklärung immer wieder „down“, also nicht erreichbar.

Anonymous hackt Moscow Exchange Moex

Seit Sonntag trifft es Russlands wichtigste Börse: die Moscow Exchange. „Moex - Tango Down“, meldete @YourAnonNews am 27. Februar auf Twitter. Ein Bildschirmfoto belegt den Erstschlag auf die Website. Moex.com ist bis heute immer wieder offline.

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    Die Moscow Exchange ist die größte Börse Russlands. Sie handelt Aktien, Anleihen, Derivate, Fremdwährungen und Rohstoffe. Die Moex ist zudem zentrales Wertpapierdepot der russischen Föderation. Die Börse berechnet mehrere bedeutende Aktienindizes, darunter den RTS-Index und den Moex Russia Index.

    Hackerangriffe von Anonymous auf Sberbank

    Auch die Website der Sberbank, Russlands größte Bank, geht seit Sonntag immer wieder in die Knie. Zudem ist Gosuslugi, das offizielle Bürgerportal der Regierung, von Angriffen betroffen. „sberbank.ru - DOWN! (6. most visited website in Russia)“ und „gosuslugi.ru - DOWN! (9. most visited website in Russia)“, vermeldeten die Anonymous-Hacker auf Twitter.

    Seit dem 27. Februar attackiert Anonymous zudem die Website chechnya.gov.ru der Tschetschenischen Regierung. „TANGO DOWN #OpRussia #Anonymous - Chechen Republic“, schrieben die Hacker auf @YourAnonTV. Die Republik Tschetschenien ist Teil der russischen Föderation.

    Gazprom-Website durch Hacker ausgeschaltet

    Auch den staatlichen Energiekonzern Gazprom attackiert Anonymous. Auf Twitter erklärte die Hackergruppe am 25. Februar erstmals, gazprom.com abgeschaltet zu haben. Bis heute ist die Website wiederholt für kurze Zeit nicht erreichbar.

    Anonymous hackt Ministerium und TV-Sender in Russland

    Am 25. Februar legten die Hacker auch die Website des russischen Verteidigungsministeriums lahm. Kurz darauf twitterte Anonymous, die Datenbank der Website des russischen Verteidigungsministeriums ungeschützt im Internet veröffentlicht zu haben.

    Twitter-Nutzer berichten in den Kommentaren unter dem Anonymous-Post, dass die veröffentlichten Daten bei Twitter bereits gelöscht wurden. Es seien aber Bildschirmfotos und Downloads der Daten gemacht worden. 

    Erstes Ziel des Hackerangriffs war am 24. Februar die Website des russischen Staatsfernsehens rt.com. Sie war seitdem wiederholt für kurze Zeit nicht erreichbar.

    Andere Twitter-Nutzer bestätigten dies mit Bildschirmfotos. Mittlerweile ist die RT-Website wieder online. Follower der Hackergruppe meldeten dies an Anonymous zurück.

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