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14.10.2022

12:44

Hamburger Hafen

Deal mit chinesischer Reederei sorgt für Streit – Warum Habeck mit einem Verbot droht

Von: Martin Greive, Dana Heide

PremiumDer Cosco-Konzern möchte einen Terminal im Hamburger Hafen übernehmen, doch das Wirtschaftsministerium befürchtet eine zu große Einflussnahme Chinas. Scheitert das Vorhaben?

Die chinesischen Cosco-Gruppe sollte an einer Verladestationen des Hafenbetreibers HHLA in Hamburg für 65 Millionen Euro eine Beteiligung von 35 Prozent erhalten. Doch es gibt Streit. dpa

Containerterminal Tollerort im Hamburger Hafen

Die chinesischen Cosco-Gruppe sollte an einer Verladestationen des Hafenbetreibers HHLA in Hamburg für 65 Millionen Euro eine Beteiligung von 35 Prozent erhalten. Doch es gibt Streit.

Düsseldorf, Berlin Beim Hamburger Hafen herrschte am 1. März 2021 Jubelstimmung. Mit der chinesischen Cosco-Gruppe, Eigentümerin der weltweit viertgrößten Container-Reederei, hatte Angela Titzrath, Vorstandschefin des Hafenbetreibers HHLA, soeben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den chinesischen Kunden stärker an den Elbehafen binden sollte.

Am Containerterminal Tollerort (CTT), einem von insgesamt drei Verladestationen des Hafenbetreibers HHLA in der Hansestadt, sollte Cosco für 65 Millionen Euro eine Beteiligung von 35 Prozent erhalten. Im Gegenzug garantierte die HHLA den Chinesen eine bevorzugte Abfertigung. Für den Hamburger Hafen wäre der Deal ein wichtiger Schritt im Konkurrenzkampf gegen Antwerpen und Rotterdam.

Doch bis heute ist er nicht unter Dach und Fach. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) droht mit einem Verbot, weil er eine zu große chinesische Einflussnahme fürchtet. „Ich tendiere in die Richtung, dass wir das nicht erlauben“, erklärte er. Seit August liegt der Deal auf Eis.

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