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08.11.2019

16:33

Handelskonflikt mit China

Trump ist nicht zu Abbau von Zöllen bereit

Die USA und China wollen im Handelsstreit die Sonderzölle schrittweise zurücknehmen. Doch in Washington wehrt sich Trump gegen die Übereinkunft.

Die Staatschefs aus den USA und China könnten im Dezember wieder miteinander verhandeln. Reuters

Donald Trump (l.) und Xi Jinping im Juni 2019

Die Staatschefs aus den USA und China könnten im Dezember wieder miteinander verhandeln.

Washington Die anvisierte Übereinkunft im Handelsstreit zwischen den USA und China stößt laut US-Medienberichten im Weißen Haus auf teils heftigen internen Widerstand. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und das „Wall Street Journal“. Auch externe Berater seien gegen eine schrittweise Rücknahme von Sonderzöllen, meldet Reuters unter Berufung auf Insider. Man sei sich innerhalb der Regierung uneinig, ob ein solcher Schritt die Verhandlungsposition der USA schwäche.

Nur kurz zuvor hatte ein US-Regierungsvertreter chinesische Angaben bestätigt, wonach es eine Übereinkunft im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gibt. Beide Seiten hätten sich geeinigt, als Teil einer ersten Phase eines Handelsabkommens die Zollschraube zurückzudrehen, sagte er in Washington. Ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking hatte gesagt, die USA und China wollten Zölle schrittweise zurücknehmen.

Welche Strafzölle zu welchem Zeitpunkt zurückgenommen werden sollen, gab der Sprecher nicht bekannt. Stattdessen hieß es auf der Pressekonferenz immer wieder, dass Peking und Washington ihre Sonderzolle gleichzeitig zurücknehmen müssten. Das sei eine Grundvoraussetzung, damit der sogenannte „Phase 1“-Deal Realität werden könne.

Bereits in wenigen Woche könne ein neues Abkommen unterzeichnet werden, sagte der Sprecher. Chinas Staatspräsident Xi Jinping will demnächst in die USA reisen, um das angestrebte Teilabkommen zu unterzeichnen.

Die Märkte reagierten am Donnerstag erleichtert auf die versöhnlichen Signale. Der deutsche Aktienindex Dax stieg auf ein Jahreshoch und beendete den Handelstag 0,8 Prozent im Plus, der US-Index Dow Jones schloss 0,7 Prozent im Plus.

Die USA und China überziehen sich seit über einem Jahr gegenseitig mit milliardenschweren Sonderzöllen. US-Präsident Donald Trump stört sich unter anderem am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor.

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