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25.09.2019

17:45

Internationaler Klimaschutz

Deutsche Wirtschaft will mehr für den Klimaschutz in Afrika tun – mit staatlicher Hilfe

Von: Donata Riedel

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft fordert klimafreundliche Energieprojekte in Afrika. Aber auch die Bundesregierung muss sich konsequenter einsetzen.

Der Vorsitzende des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft fordert spezielle Forschungsförderprogramme für die Anpassung von Technologien an die afrikanischen Bedingungen. dpa

Stefan Liebing

Der Vorsitzende des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft fordert spezielle Forschungsförderprogramme für die Anpassung von Technologien an die afrikanischen Bedingungen.

Berlin Die deutsche Wirtschaft will mehr Wasserkraft-, Windkraft- und Solaranlagen in Afrika bauen – und verlangt dafür neue Förderprogramme der Bundesregierung. Anlass ist der UN-Klimagipfel in New York, auf dem Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vor einem massiven Ausbau von Kohlekraftwerken in Afrika gewarnt hat: 950 neue Kohlekraftwerke sind demnach auf dem Kontinent in Planung oder im Bau. „In Afrika entscheidet sich der Klimawandel“, sagte Müller.

Auch der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft ist überzeugt, dass eine Energiewende in Deutschland mit seinen 82 Millionen Einwohnern dem Klima wenig nützt, wenn gleichzeitig der gesamte afrikanische Kontinent mit 1,3 Milliarden Einwohnern auf neue Kohlekraftwerke setzt. „Deutsche Unternehmen verfügen über umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der klimafreundlichen Energieversorgung“, sagte Afrika-Vereinsvorsitzender Stefan Liebing dem Handelsblatt. Es fehlten aber die passenden Finanzierungsinstrumente für die Umsetzung von Energieprojekten in Afrika.

Seit die Bundesregierung beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg die Afrikapolitik stärker auf Investitionen deutscher Unternehmen in ausgewählten Partnerländern ausgerichtet hat, haben Investitionen und Handel zugenommen, wenn auch auf niedrigem Ausgansniveau. So stieg der Außenhandel mit Afrika im ersten Halbjahr 2019 um 8,5 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro.

Vor allem verbesserte Konditionen für staatliche Hermes-Versicherungen von Investitionen in den Subsahara-Partnerländern Äthiopien, Elfenbeinküste, Ghana, Ruanda und Senegal hätten Investitionen befördert, so der Afrika-Verein. Auch der neue Entwicklungsinvestitionsfonds sei ein wirksames Instrument.

Um aber im internationalen Klimaschutz weiter zu kommen, müssten diese Instrumente ausgedehnt werden, fordert der Afrika-Verein in einem Papier, das dem Handelsblatt vorliegt: Die verbesserten Hermes-Konditionen sollten auf Erneuerbare-Energien-Projekte in den großen Ländern Nigeria und Kenia ausgedehnt werden.

Klima-Bonus bei Hermes-Absicherungen

Sinnvoll wäre zusätzlich ein Klima-Bonus bei den Hermes-Absicherungen. Notwendig, so Liebing, sei auch eine Projektentwicklungsversicherung, die einspringt, wenn ein Projekt schließlich doch nicht zustande kommt.

Neben Unterstützung für Unternehmen, die klimafreundliche Energieerzeugung in Afrika aufbauen könnten, fordert der Afrika-Verein spezielle Forschungsförderprogramme für die Anpassung von Technologien an die Bedingungen in Afrika. Zusätzlich hält es Liebing für sinnvoll, wenn die Bundesregierung sich dafür einsetzen würde, in ein CO2-Handelssystem auch den afrikanischen Kontinent einzubeziehen. „Eine Klimaschutzzone Afrika-Europa sollte zeitnah gemeinsam angegangen werden“, so Liebing.

Kommentare (2)

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Herr Christian Faust

26.09.2019, 15:01 Uhr

Das ist absolut der richtige Ansatz...und es gibt immerhin noch Teile von DesertTech...anstatt auf schwarze null zu setzen, muss in den Kontinent investiert werden, von dem wir abstammen!. Ökologisch und Ökonomisch muss Afrika der Kontinent werden, wo wirtschaften in Frieden mit der Ökologie klappt. Wichtig die Afrikaner müssen immer mit genommen werden, es darf keine Kolonialisierung 2.0 werden

Herr Mark Hartmann

27.09.2019, 16:01 Uhr

„In Afrika entscheidet sich der Klimawandel“, sagte Müller...
Darum wäre es sinnvoller in Afrika sogleich die neueste Technologie zur Energienutzung bereitzustellen und damit auch Investitionen in neueste Produktionsstätten zu tätigen. Dunkle Solarenergie ist keine Magie mehr. Deshalb wird zukünftig die Neutrinovoltaic die Photovoltaic ERGÄNZEN UND ABLÖSEN. Im Karlsruher Institut für Technologie werden erste Meßergebnisse erwartet. Danach ist die Physik, die Politik und auch die Wirtschaft in Deutschland in der Lage, den in der Summe unglaublich großen Energiegehalt der Masse der Neutrinos, die uns in jeder Sekunde (mindestens 60 Mrd. pro cm² oder einfach vorstellbar je Fingernagel) auf unserer Erde völlig unschädlich und kostenlos erreicht, festzustellen. Die Verleihung der beiden Physik-Nobelpreise im Jahre 2015 für die Nachweise des Massegehaltes der Neutrinos war unter anderem der Auslöser für diese gigantische staatliche Investition. Am Karlsruher Institut für Technologie beginnt damit die öffentlich staatlich-politische Anerkennung der Tatsache, daß Neutrinos einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung auf der Erde ohne jegliche klimaschädliche Emissionen übernehmen können. Dadurch ist auch für die Wirtschaft bzw. für alle Unternehmen, die sich an der Produktion der Neutrino-Energiewandler beteiligen oder diese in ihren Produkten verbauen möchten, eine gewaltige Hürde abgebaut. Jetzt geht es nur noch um die Frage, wann die ersten Produkte, die NIE WIEDER eine Steckdose zum Laden oder zum Betrieb benötigen, auf den Markt kommen. Die Neutrino-Energiewandlung verursacht weder bei der Herstellung noch bei der Anwendung menschengemachte Klimaveränderungen! Dazu bietet die Berliner Neutrino Energy Group Patente und Lizenzen die wir JETZT anwenden können und uns unabhängig von grossen Stromanbietern machen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie - unendliches Potential von 24h/365Tage im Jahr steht weltweit zur Verfügung. Für Aufschwung in Afrika und weltweit.

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