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19.10.2019

10:10

Interne Untersuchungen

38 Verstöße von Mitarbeitern bei Clintons E-Mail-Affäre festgestellt

Die Untersuchungen des US-Außenministeriums zur E-Mail-Affäre der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sind abgeschlossen.

Die Demokratin ist 2016 gegen Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen angetreten. AP

Hillary Clinton

Die Demokratin ist 2016 gegen Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen angetreten.

Washington Das US-Außenministerium hat interne Untersuchungen zur E-Mail-Affäre um Ex-Ressortchefin Hillary Clinton abgeschlossen und Verstöße von 38 Mitarbeitern festgestellt. Auf einige Betroffene könnten nun disziplinarische Maßnahmen zukommen, teilte das State Department in einem Brief an den republikanischen Senator Chuck Grassley mit. Das Schreiben wurde am Freitag publik gemacht.

Demnach wurden die 38 Personen in 91 Fällen für „schuldig“ befunden, vertrauliche Informationen verschickt zu haben, die in Clintons persönlichem E-Mail-Konto landeten, nicht aber wie vorgeschrieben in ihrem Dienst-Account. Es handelt sich dabei um aktuelle und frühere Mitarbeiter im Außenministerium.

Zwar hätten sie sich Verstöße geleistet, doch hätten Gutachter „keine überzeugenden Belege für systemisches, willkürliches Fehlverhalten im Umgang mit geheimen Informationen“ gefunden. Gleichwohl habe Clintons Nutzung eines privaten E-Mail-Servers den Schutz vertraulicher Daten gefährdet.

Die vor mehr als drei Jahre gestartete Untersuchung umfasst 33.000 Nachrichten, die die Ex-Chefdiplomatin und Präsidentschaftskandidatin der Demokraten zwecks Überprüfung an die Behörden übergab, nachdem die E-Mail-Affäre bekannt wurde.

Insgesamt stieß das State Department nach eigenen Angaben auf 588 Verstöße im Umgang mit Informationen, die damals oder heute als vertraulich eingestuft würden. In 497 Fällen konnte nicht geklärt werden, wer dafür verantwortlich war.

Die E-Mail-Affäre nutzte Präsident Donald Trump im Wahlkampf 2016 für scharfe Attacken auf seine Herausforderin Clinton. Der damalige FBI-Direktor James Comey übte in einer berüchtigten Pressekonferenz Kritik am „extrem sorglosen“ Umgang mit ihrem privaten E-Mail-Server, betonte aber, das die Bundespolizei werde kein Strafverfahren gegen Clinton empfehlen werde.

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