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12.05.2022

04:00

Interview

Früherer finnischer Regierungschef zur Nato: „Wir sind bereit, morgen beizutreten“

Von: Eva Fischer

PremiumFinnland könnte schon bald Mitglied des Verteidigungsbündnisses sein. Russland wird dies laut Alexander Stubb nicht unbeantwortet lassen.

„Finnland war nicht aus ideologischen Gründen neutral, sondern aus Notwendigkeit.“ Bloomberg

Alexander Stubb

„Finnland war nicht aus ideologischen Gründen neutral, sondern aus Notwendigkeit.“

Nachdem Finnlands Staatsspitze erklärt, der Nato beitreten zu wollen, könnte es nach Ansicht des frühere Ministerpräsidenten und ehemaligen Außenminister Finnlands, Alexander Stubb, nun schnell gehen. „Wir sind bereit, morgen beizutreten“, sagte Stubb im Handelsblatt-Interview noch vor der offiziellen Erklärung der aktuellen Regierungschefin Sanna Marin und des Präsidenten Sauli Niinistö. Bereits seit Ende des Kalten Kriegs war es die verteidigungspolitische Strategie Finnlands, im Zweifelsfall sofort Nato-Mitglied werden zu können. Der Verteidigungssektor des Landes wurde deswegen so Nato-kompatibel wie möglich aufgebaut.

Einige Monate werde es aber dennoch dauern: Er erwarte eine Nato-Mitgliedschaft Finnlands spätestens Ende dieses oder Anfang des kommenden Jahres, sagte Stubb.

Finnland rechnet laut Stubb damit, dass Russland mit drei Arten von Einschüchterungen auf den Nato-Beitritt reagieren wird: „Cyberbedrohungen, Bedrohungen in Form von Desinformationen und hybride Bedrohungen, also eine Mischung aus beidem“, erläuterte er. Mit einer konventionellen Bedrohung wie einem militärischen Angriff rechnet der konservative Politiker hingegen nicht.

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