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18.04.2017

19:55 Uhr

Italienische Protestpartei

Fünf-Sterne-Bewegung erwägt Nato-Austritt

Die italienische Fünf-Sterne-Bewegung erwägt im Falle der Machtübernahme einen Nato-Austritt. Laut Umfragen würden aktuell rund ein Viertel aller Italiener die eurokritische Partei wählen.

Der italienische Kabarettist und Schauspieler Beppe Grillo ist Gründer und Parteivorsitzender der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung. dpa

Beppe Grillo

Der italienische Kabarettist und Schauspieler Beppe Grillo ist Gründer und Parteivorsitzender der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung.

RomItaliens eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung erwägt einen Austritt des Landes aus der Nato, falls sich das Verteidigungsbündnis nicht radikal reformiere. Die Nato solle vor allem an ihrer Nichteinmischungspolitik festhalten. „Wir werden darüber nachdenken müssen, ob wir dazu gehören wollen oder nicht“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Manlio Di Stefano auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Dort stellte die führende Oppositionspartei einen Zehn-Punkte-Plan zur italienischen Außenpolitik vor.

Darin forderte die Bewegung auch ein Ende der Sanktionen gegen Russland sowie eine Ablehnung der EU-Austeritätspolitik. Absagen erteilte sie auch an internationale Freihandelsabkommen wie TTIP und Ceta. Die Fünf-Sterne-Bewegung kommt derzeit bei Umfragen auf 28,6 Prozent der Wählerstimmen und liegt damit vor der regierenden Demokratischen Partei (PD) mit 26,8 Prozent.

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Sollten die Eurokritiker bei der nächsten Wahl an die Macht kommen, gilt der 35-jährige Di Stefano Medienberichten zufolge als aussichtsreicher Kandidat für den Außenministerposten. Doch selbst wenn Di Stefanos Partei nach den 2018 anstehenden Wahlen stärkste Kraft würde, wäre ihr die Regierung nicht sicher. Andere Parteien könnten sie durch Koalitionsverhandlungen noch verhindern.

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dpa

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