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20.04.2022

13:12

IWF

Weltweite Verschuldung stabilisiert sich, aber in China steigt sie

Die Verschuldung der meisten Staaten wird sich laut IWF über dem Niveau vor der Coronavirus-Pandemie einpendeln. Für China wird mit steigenden Raten gerechnet.

Der IWF sagt China eine kontinuierlich steigende Verschuldung voraus - über knapp 78 Prozent 2022 hoch bis auf etwa 95 Prozent im Jahr 2027. dpa

Immobilienkrise in China

Der IWF sagt China eine kontinuierlich steigende Verschuldung voraus - über knapp 78 Prozent 2022 hoch bis auf etwa 95 Prozent im Jahr 2027.

Washington Weltweit rechnet der Internationale Währungsfonds 2022 und 2023 mit einer durchschnittlichen Verschuldung der öffentlichen Hand im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von jeweils rund 94 Prozent.

Bis 2027 werden Werte von 95 Prozent oder leicht darüber erwartet. Im ersten Corona-Jahr 2020 hatte es wegen der Bekämpfung der Pandemie einen nie dagewesen Sprung auf den Rekordstand von 99,2 Prozent gegeben.

In Industriestaaten dürfte der Schuldenstand 2024 noch neun Prozent über dem Vor-Corona-Niveau von 2019 liegen. In Schwellenländern werden es sogar 18 Prozent sein. Das geht allerdings vor allem auf China zurück, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Ohne die Volksrepublik würden die Schwellenländer nur sechs Prozent höher liegen als 2019.

China versucht immer wieder mit staatlichen Investitionen etwa in Infrastrukturprojekte die heimische Wirtschaft anzuschieben, die sich von einem Exporteur günstiger Waren stärker zu einer konsumbasierten Wirtschaft ändern soll.

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    Großer Teil der Verschuldung geht auf Immobilien zurück

    Ein großer Teil der Verschuldung geht auf Immobilien zurück, oft auch auf unrentable Staatsfirmen, die künstlich am Leben gehalten werden, um die Jobs nicht zu gefährden. Der IWF sagt China eine kontinuierlich steigende Verschuldung voraus - über knapp 78 Prozent 2022 hoch bis auf gut 95 Prozent im Jahr 2027.

    Auch in Entwicklungsländern sind hohe Schuldenquoten oft ein Problem. Rund 60 Prozent dieser Staaten hätten bereits Schwierigkeiten, ihren Verpflichtungen nachzukommen, oder stünden kurz davor, so der IWF. Sie spürten derzeit vor allem die deutlich gestiegenen Lebensmittelpreise, Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine. "Diese Länder brauchen Unterstützung der internationalen Gemeinschaft."

    In einigen Entwicklungsländern werden bis zu 60 Prozent des verfügbaren Einkommens für Lebensmittel ausgegeben. In Industriestaaten sind es dagegen nur zehn Prozent. Die globalen Lebensmittelpreise sind UN-Angaben zufolge im März zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel gestiegen. Eine Hungersnot müsse unbedingt verhindert werden, forderte der IWF.

    Von

    rtr

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