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14.06.2019

12:39

Krim-Konflikt

Altbundeskanzler Schröder verteidigt Annexion der Krim

Von: Anja Holtschneider

Der ehemalige Bundeskanzler ist für seine russlandfreundliche Art bekannt. Nun hat Gerhard Schröder die Krim-Annexion durch Russland verteidigt.

Der Altbundeskanzler verbindet eine enge Freundschaft mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin. dpa

Gerhard Schröder

Der Altbundeskanzler verbindet eine enge Freundschaft mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

DüsseldorfDer ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei, die russische Position zur Annexion der Krim verteidigt. „Die Krim ist altes russisches Territorium. Zu Sowjetzeiten war es egal, wo die Krim territorial aufgehoben war. Jetzt aber nicht mehr“, sagte Schröder laut der „Bild“-Zeitung am Mittwochabend vor Unternehmern in Brandenburg. Man könne „natürlich auch die juristische Auffassung vertreten, dass das nicht Abtrennung war, sondern eine durch die Bevölkerung genehmigte, also keine aggressive“ Handlung sei, so der Altkanzler.

Schröder ist für seine gute Beziehung zu Russlands Präsident Wladimir Putin bekannt. Zudem ist der frühere SPD-Politiker Aufsichtsratsvorsitzender beim Gaspipelinebetreiber Nord Stream und beim russischen Ölkonzern Rosneft. Vor fünf Jahren hatte Schröder mit einer Party zu seinem 70. Geburtstag in St. Petersburg und einer herzlichen Umarmung mit Putin mitten in der Ukrainekrise Kritik auf sich gezogen.

Die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel wurde im März 2014 vom Nachbarland Russland annektiert. Zuvor war in Kiew der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch nach monatelangen gewaltsamen Protesten mit mehr als 100 Toten gestürzt worden. Russische Truppen besetzten anschließend das Parlament der Krim in Simferopol und andere strategisch wichtige Orte auf der Halbinsel.

In einem umstrittenen Referendum stimmte eine Mehrheit der Bevölkerung der Halbinsel für den Anschluss an Russland. Die Annexion wird aber von fast keinem Staat völkerrechtlich anerkannt.

Die USA und die Europäische Union (EU) haben daraufhin Sanktionen gegen Russland verhängt.

Mehr: Altbundeskanzler Schröder hat seinen 75. Geburtstag gefeiert. Glückwunsche kamen nicht nur vom russischen Präsidenten Putin, sondern auch von einem CDU-Politiker.

Mit Agenturmaterial.

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Kommentare (9)

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Herr Christian Butschek

14.06.2019, 13:23 Uhr

Na klar! So wie zB Schlesien oder Ostpreußen "alte deutsche Territorien" sind. Da müsste man dann für ähnliche Aktionen Deutschlands auch Verständnis haben ...

Herr Georg Strömer

14.06.2019, 14:19 Uhr

Vielleicht wäre es eine gute Idee, die Geschichte der Krim zu kennen, bevor man Kommentare abgibt?!

Herr Peter Schnupp

14.06.2019, 14:47 Uhr

Richtig, Herr Strömer, Und das gilt noch mehr für Autoren, die kurze Aufsätze schreiben und die Überschriften durch das Wort "Annexion" aufpepppen.
Die Krim wurde in den 50er Jahren von dem ukrainischen Diktator Chruschtschow Russland weggenommen und der Ukraine "geschenkt".
Jeder, der inzwischen einmal in der Krim war, weiß, wie die russische und tatarische Bevölkerung seitdem darunter litt, zum Beispiel, weil sie ihre Sprachen nicht mehr benutzen sollten.
Und es gehört wirklich nicht viel Russland-Freundlichkeit dazu, sich dafür zu schämen, wie Putin-Gegner die Korrektur dieser damaligen Polit-Schweinerei zur Begründung von Sanktionen missbrauchen.

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