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29.11.2022

06:29

Liveblog zur Fußball-WM 2022

2:0 gegen Uruguay – Ronaldo steht mit Portugal im WM-Achtelfinale

Von: Marc Renner, Tobias Döring

Brasilien siegt glanzlos gegen Schweiz +++ Ghana schlägt Südkorea mit 3:2, Kamerun darf noch hoffen +++ Flitzer mit Regenbogenfahne und mehreren Botschaften bei Portugal-Spiel +++ Der WM-Newsblog.

In unserem WM-Center finden Sie neben dem Liveticker zu allen Spielen auch den vollständigen Spielplan und die Tabellen sowie diverse Statistiken. Öffnen Sie dafür bitte das Menü durch Klick auf die drei Punkte oben links im folgenden Element:


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    Sarah Sendner

    Flitzer mit Regenbogenfahne und mehreren Botschaften

    Ein Flitzer mit einer Regenbogenfahne ist bei der Fußball-WM in Katar während des Vorrunden-Spiels zwischen Portugal und Uruguay auf das Spielfeld gelaufen. Der Mann wurde in der 51. Minute des Spiels von zwei Ordnern gestoppt und aus dem Innenraum des Lusail Stadions geführt. Schiedsrichter Alireza Faghani aus dem Iran brachte die Fahne vom Spielfeld.

    Der Flitzer verband mit nur einer Aktion mehrere politische Botschaften. Auf der Vorderseite seines Superman-T-Shirts stand „Save Ukraine“, auf dem Rücken „Respect for Iranian Woman“. Möglicherweise suchte sich der Mann dafür gezielt dieses Spiel aus, weil der Schiedsrichter aus dem Iran stammt, wo das Regime seit Wochen versucht, eine massive Protestbewegung zu unterdrücken.
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    Sarah Sendner

    Portugal siegt gegen Uruguay

    Superstar Cristiano Ronaldo und Portugal stehen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im Achtelfinale. Die Portugiesen gewannen am Montagabend ihr zweites Gruppenspiel gegen Uruguay mit 2:0 (0:0) und qualifizierten sich nach Frankreich und Brasilien als dritte Mannschaft vorzeitig für die K.o.-Runde. Vor 88.668 Zuschauern im Lusail Stadion erzielte Mittelfeldspieler Bruno Fernandes (54. Minute und 90.+3/Handelfmeter) beide Treffer für die Südeuropäer. Für Uruguay wird es mit einem Punkt aus zwei Spielen im Kampf um das Achtelfinale eng. Grundvoraussetzung für die Chance auf das Weiterkommen ist ein Sieg am Freitag gegen Ghana.
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    Stefan Kaufmann

    Brasilien erreicht vorzeitig das Achtelfinale – Schweiz muss zittern

    Rekordweltmeister Brasilien hat das Achtelfinale der Fußball-WM in Katar erreicht. Die Südamerikaner gewannen in Doha mit 1:0 (0:0) gegen die Schweiz, die weiterhin gute Aussichten auf die K.o.-Runde hat. Casemiro traf in der 83. Minute vor 43.649 Zuschauern zum zweiten Sieg der Seleção. 

    Brasilien ist als Tabellenführer der Gruppe G mit sechs Punkten vor dem letzten Spieltag am kommenden Freitag nicht mehr von einem der ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Es folgen die Schweiz (3) sowie Kamerun und Serbien mit jeweils einem Punkt. Brasilien spielt zum Abschluss gegen Kamerun, die Schweiz gegen Serbien.
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    Stefan Kaufmann

    Ghana feiert ersten Sieg bei einer WM seit 2010

    Ghana darf nach dem ersten Sieg bei einer Fußball-WM seit 2010 vom Achtelfinale träumen. Das Team von Trainer Otto Addo siegte am Montag in seinem zweiten Gruppenspiel gegen Südkorea mit 3:2 (2:0). Mohammed Salisu (24. Minute) und Mohammed Kudus (34./68.) trafen im Education Stadion in Al-Rajjan für die Black Stars. Die südkoreanischen Tore vor 43.983 Zuschauern erzielte Gue-Sung Cho (58./61.). Nach Schlusspfiff sah Südkoreas Trainer Paulo Bento die Rote Karte.

    Ghana ist damit in Gruppe H mit drei Punkten wieder voll im Rennen. Der viermalige Afrikameister hatte letztmals 2010 die Vorrunde überstanden. Dagegen steht Südkorea bei seiner elften WM-Teilnahme zum neunten Mal vor dem Vorrunden-Aus.
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    Stefan Kaufmann

    Nach Irritation um Iran-Flagge: US-Trainer mit versöhnlichen Worten

    Nachdem der US-Verband zwischenzeitlich die Nationalflagge des Iran nicht vollständig dargestellt hatte, hat der amerikanische Trainer Gregg Berhalter versöhnliche Wort an den kommenden WM-Gegner gerichtet. Man wisse im Trainerteam und im Spielerkader nicht, was der Verband veröffentlicht habe, sagte Berhalter am Montag bei einer Pressekonferenz in Katar. Manchmal würden Dinge außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Man könne sich nur im Namen des Stabs und der Spieler dafür entschuldigen, auch wenn man nicht beteiligt sei.

    Vor dem sportlich und erst recht politisch brisanten Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Katar hatte der amerikanische Fußball-Verband auf seinem Twitter-Konto zwischenzeitlich die Nationalflagge des Irans ohne das Zeichen der Islamischen Republik gezeigt. Zu sehen waren dort einige Zeit nur die Farben Grün, Weiß und Rot, das Emblem in der Mitte wurde nicht dargestellt. Auch in anderen Netzwerken war eine solche Flaggen-Darstellung zu sehen. Erst im Laufe des Sonntags wurde die Darstellung geändert und die Flagge wieder komplett gezeigt.
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    Stefan Kaufmann

    Rückstand aufgeholt: Kamerun wahrt bei WM Funken Hoffnung 

    Torjäger Eric Maxim Choupo-Moting vom FC Bayern München hat Kamerun mit seinem Treffer einen ersten Punkt bei der Fußball-WM beschert und einen kleinen Funken Hoffnung auf den Einzug ins Achtelfinale gewahrt. Die Afrikaner holten am Montag im Al-Dschanub Stadion einen Zwei-Tore-Rückstand auf und spielten am Ende 3:3 (1:2) gegen Serbien. Jean-Charles Castelletto hatte Kamerun vor 39.789 Zuschauern in der 29. Minute in Führung gebracht. Dann trafen Strahinja Pavlovic (45.+1), Sergej Milinkovic-Savic (45.+3) und Aleksandar Mitrovic (53.) für die Europäer um den ehemaligen Frankfurter Filip Kostic. Ein Doppelschlag durch Joker Vincent Aboubakar (63.) und Choupo-Moting (66.) sorgte für das Endergebnis.

    Kamerun müsste in seinem letzten Gruppenspiel am Freitag (20 Uhr) Brasilien schlagen, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. Die Serben, die ebenfalls bislang nur einen Punkt haben, treffen dann auf die Schweiz.
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    Tobias Döring
    Neue WM-Hoffnung für DFB-Elf vor Costa-Rica-Spiel
    Durch das Unentschieden gegen Spanien und Costa Ricas Sieg gegen Japan bleibt die deutsche Elf weiterhin im WM-Turnier. „Wir müssen Lösungen finden, uns viel bewegen, sehr aktiv sein im Ballbesitz“, sagte DFB-Co-Trainer Danny Röhl vor dem letzten Gruppenspiel.
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    Tobias Döring
    Katarischer Sender: Özil-Fotos gegen „westliche Doppelmoral“
    Die katarische Fußball-Sendergruppe Al-Kass hat die Zuschaueraktion mit Bildern von Mesut Özil beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien als Geste gegen „westliche Doppelmoral“ gewertet. Al-Kass veröffentlichte die entsprechenden Bilder der Aktion auf Twitter. Zuschauer hatten am Sonntagabend im Al-Bait Stadion die Özil-Fotos und -Zeichnungen in die Höhe gehalten, einige hielten sich zudem die Hand vor den Mund – diese viel beachtete Geste hatten die Profis der DFB-Auswahl vor ihrem ersten Gruppenspiel gegen Japan gezeigt.
    Bild: Imago
    Die Nationalspieler hatten damit ihren Protest gegen das Verbot der „One Love“-Kapitänsbinde durch den Weltverband Fifa ausgedrückt. Die Kapitänsbinde soll ein Symbol für Vielfalt und Meinungsfreiheit sein. Besonders in Katar selbst war diese Geste der Nationalspieler auch kritisiert worden.

    Der genaue Hintergrund der offensichtlich abgesprochenen Aktion der Zuschauer am Sonntagabend bleibt dennoch weiterhin unklar. Der 34 Jahre alte Ex-Weltmeister Özil war nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Vor der Endrunde hatte sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für großen Wirbel gesorgt. Er selbst hatte dem DFB nach seinem Rücktritt unter anderem Rassismus vorgeworfen und mit dem Verband gebrochen.

    Ende 2019 hatte sich Özil kritisch zur Unterdrückung der Uiguren in China geäußert. Sein damaliger Club, der FC Arsenal, hatte sich, wohl auch aufgrund wirtschaftlicher Interessen in China, umgehend von Özils Äußerungen distanziert. Menschenrechtsaktivisten lobten Özil für dessen Worte.
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    Tobias Döring

    Erste Top-Quote bei WM: 17 Millionen Fans sehen 1:1 gegen Spanien

    Das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien hat bei der Fußball-WM in Katar die bislang mit Abstand beste TV-Quote erreicht. Das 1:1 am Sonntagabend zur Primetime verfolgten laut AGF Videoforschung vom Montag 17,053 Millionen Menschen im ZDF. Dies entsprach einem Marktanteil von 49,3 Prozent. 

    Die anderen Partien des Sonntags kamen nicht über die Fünf-Millionen-Marke. Beim Spiel Kroatien gegen Kanada (4:1) waren 4,95 Millionen (24,8 Prozent), bei Belgien gegen Marokko (0:2) 3,71 Millionen (26,2) und bei Japan gegen Costa Rica (0:1) nur 2,36 Millionen Fans (20,8) dabei.   

    Die ARD-Übertragung vom ersten Spiel des DFB-Teams bei der umstrittenen WM gegen Japan (1:2) am frühen Mittwochnachmittag hatten weniger als zehn Millionen Interessierte an die Fernseher gelockt. Weil um die Zeit an einem Wochentag weniger Zuschauerinnen und Zuschauer vor den TV-Geräten sitzen, lag der Marktanteil hingegen höher als beim Sonntagspiel und betrug 59,7 Prozent. 

    Trotz des Werts von etwas mehr als 17 Millionen liegen die Zahlen von ARD und ZDF weiter unter denen der WM vor vier Jahren in Russland. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender hatten in den drei Gruppenspielen der deutschen Mannschaft damals im Schnitt jeweils mehr als 25 Millionen Menschen erreicht, die Marktanteile lagen zwischen 76,3 und 87,4 Prozent. Allerdings hat sich die Nutzung der Streaming- und Mediathek-Angebote laut den Sendern im Vergleich zu 2018 deutlich erhöht.
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    Tobias Döring

    Nach Regelverstoß vor Spanien-Spiel: Fifa ermittelt gegen DFB

    Die Fifa hat nach dem Verstoß des Deutschen Fußball-Bundes gegen die Pressekonferenz-Regeln vor dem WM-Spiel gegen Spanien Ermittlungen aufgenommen. Wie der Weltverband am Montag mitteilte, untersuche die Disziplinarkommission Verstöße gegen Artikel 44 der WM-Regularien sowie mehrere Artikel in den Medien- und Marketingregeln sowie dem für alle 32 WM-Teilnehmer gültigen sogenannten Team-Handbuch. 

    Konkreter Hintergrund: Bundestrainer Hansi Flick war am Samstagnachmittag allein zur obligatorischen Pressekonferenz vor dem Gruppenspiel im internationalen Medienzentrum von Doha erschienen. Alle Teams sind allerdings verpflichtet, dass sich vor jedem Spiel neben dem Chefcoach auch ein Spieler vor der Weltpresse äußert. 

    Begründet wurde dieses Vorgehen von Flick mit der aus seiner Sicht langen Anreise vom Teamquartier im Norden Katars in die gut 100 Kilometer entfernte Hauptstadt. Diese sei rund 30 Stunden vor dem Anpfiff keinem der 26 Spieler seines Kaders „zuzumuten“, sagte Flick. Man habe stattdessen die Pressekonferenz im DFB-Medienhotel in Al-Shamal direkt neben dem Trainingsplatz abhalten wollen. Dies wurde von der Fifa nicht gestattet. 

    Mögliche Konsequenz dürfte nun zunächst eine Verwarnung oder eine Geldstrafe für den DFB sein. Die nächste Pressekonferenz in Doha findet für den DFB am Mittwoch am Vortag des letzten und entscheidenden Gruppenspiels gegen Costa Rica statt.
    Bundestrainer Flick allein auf dem Podium.
    Bundestrainer Flick allein auf dem Podium.   Bild: dpa
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    Tobias Döring

    „Er ist ein Monster“ – Portugals Routinier Pepe vor vierter WM

    Angesprochen auf seinen Routinier Pepe musste Portugals Nationaltrainer Fernando Santos kurz schmunzeln. „Er ist ein Monster“, sagte der 68-Jährige dann, „einfach ein Monster“. Trotz seines Alters ist der für seine aggressive Spielweise bekannte Pepe immer noch ein wichtiger Bestandteil der portugiesischen Fußball-Nationalelf. Mit 39 Jahren, neun Monaten und zwei Tagen dürfte Pepe nun am Montag bei seiner vierten WM spielen und damit zum drittältesten Feldspieler in der Historie dieses Wettbewerbs werden. 

    Das Auftaktspiel der Portugiesen gegen Ghana (3:2) hatte Pepe noch angeschlagen verpasst, am Montag (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) gegen Uruguay soll er nun in der Startelf stehen. „Er wird spielen und eine sehr wichtige Rolle einnehmen“, sagte Santos über den Abwehrspieler vom FC Porto. Nach 2010, 2014 und 2018 wird es für Pepe die vierte WM-Teilnahme. Was Feldspieler bei Weltmeisterschaften angeht, waren bislang nur Kameruns Roger Milla mit 42 Jahren sowie zuletzt der Kanadier Atiba Hutchinson, der gut zwei Wochen vor Pepe Anfang Februar seinen 40. Geburtstag feiert, älter. 

    Unvergessen ist in Deutschland der Auftritt des Verteidigers vom FC Porto zum WM-Start 2014, als er gegen Deutschland eine Rote Karte kassierte und seine Auswahl mit 0:4 verlor. Auch Gegner Uruguay kennt den robust spielenden Routinier mit dem bürgerlichen Namen Képler Laveran Lima Ferreira bestens. „Wir alle kennen Pepe“, sagte Uruguays Mittelfeldakteur Rodrigo Bentancur. „Er ist ein außerordentlicher Spieler. Das Spiel gegen ihn und Portugal wird ein guter Test für uns. Wir haben unsere eigenen Waffen.“
    Bild: dpa
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    Tobias Döring
    Durch das 1:1 gegen Spanien hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Weiterkommen ins Achtelfinale bei der Fußball-WM in Katar in der eigenen Hand. Im letzten Gruppenspiel am Donnerstagabend gegen Costa Rica darf sich das Team von Bundestrainer Hansi Flick aber auf keinen Fall ein Remis oder eine Niederlage leisten, sonst ist das Vorrunden-Aus perfekt. Für einen Sieg gibt es verschiedene Konstellationen, je nach Ausgang des Parallelspiels zwischen Spanien und Japan.

    Die Ausgangslage im Überblick:


    Deutschland (1 Punkt, 2:3 Tore) kommt weiter...

    • bei einem Sieg gegen Costa Rica, wenn Spanien gegen Japan gewinnt

    • bei einem Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied, wenn Spanien und Japan Remis spielen

    • bei einem Sieg mit einem Tor Unterschied, wenn Spanien und Japan Remis spielen und Japan danach insgesamt weniger Tore geschossen hat

    • bei einem Sieg, wenn Spanien gegen Japan verliert und Deutschland die aktuell um acht Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber Spanien aufholt. Damit reicht jeder eigene Sieg mit mindestens acht Toren Unterschied sicher. Wenn Deutschland und Spanien die gleiche Punkteanzahl und Gesamt-Tordifferenz aufweisen, entscheidet zunächst die Fairplay-Wertung und dann das Los.
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    Tobias Döring

    Internationale Medienreaktionen zum deutschen 1:1 gegen Spanien


    Spanien:
    „Mundo Deportivo“: „Das Spiel gegen Deutschland bestätigte jedoch, dass der Generationswechsel bereits Realität ist. Trotz ihrer Jugend ist La Roja bereit, sich mit jedem zu messen. Die Mannschaft von Luis Enrique reift weiter, nun auch gegen einen erfahrenen Weltmeister, der erst reagierte, als er in Rückstand geriet.“

    „El País“: „Zwei Einwechselspieler waren die Torschützen in einem sehr umkämpften Spiel, einem Duell mit viel Spannung bis zum Schluss, mit einem lockeren Deutschland in der Schlussphase, mit mehr Schlägen für Unai als für Neuer.“

    Schweiz:
    „Blick“: „Joker Füllkrug bewahrt DFB-Elf vor nächstem Dämpfer. Der Beste: Na wenn einer so reinkommt, Deutschland in einer äußerst heiklen Situation, 0:1 hinten, und dann vor dem Tor so dezidiert und eiskalt bleibt, verdient er diese Auszeichnung gewiss: Niclas Füllkrug!“

    „Tages-Anzeiger“: „Deutschland schleudert ins Turnier zurück“

    Österreich:
    „Krone“: „WM-Chance lebt. Füllkrug rettet Deutschland Punkt gegen Spanien“

    „Kurier“: „Totgesagte leben länger. Eine alte Weisheit, die sich im Fall der Deutschen bei dieser WM bewahrheiten könnte.“

    Großbritannien:
    „The Telegraph“: „Niclas Füllkrug war erst seit zwölf Tagen deutscher Nationalspieler und in der letzten Saison nicht einmal in der Ersten Liga, aber als eine große Fußballnation nach einer Art Retter suchte, war die Zeit für den 29-jährigen Stürmer endlich gekommen.“

    „The Sun“: „Superjoker Füllkrug hält Deutschlands WM-Hoffnungen am Leben. An einem Abend, an dem wir erwartet hatten, den Deutschen zum „Auf Wiedersehen“ zu winken, haben sie einfach ihre uralte Widerstandsfähigkeit gezeigt.“

    „Daily Mirror“: „Deutschlands WM-Hoffnungen hängen trotz des beherzten Unentschiedens am seidenen Faden.“

    „The Guardian“: „Es stellt sich heraus, dass Deutschland doch noch eine Nummer 9 hat. Ihr Name ist Niclas Füllkrug, er ist 29, seine internationale Karriere dauert weniger als einen Monat. Und als es am meisten zählte, war er zur Stelle.“

    „The Independent“: „Ein Unentschieden, das vermutlich zeigt, warum das aufblühende Spanien nicht diese WM gewinnen wird, und warum Deutschland nicht ausscheidet. Es ist so ein schmaler Grat.“

    „The Times“: „Niclas Füllkrug, der Killer mit der Zahnlücke, holt Deutschland aus einem tiefen Loch in Katar.“

    Niederlande:
    „AD“: „Komplette Spannung in der Gruppe E nach spektakulärem Unentschieden zwischen Spanien und Deutschland: Deutschland bibbert und betet, aber ist nach dem 1:1 gegen Spanien immer noch nicht ausgeschieden. Ein Punkt aus zwei Spielen, aber es kann noch klappen. Füllkrug gab Deutschland mit seinem Treffer auf jeden Fall die Farbe auf die Wangen zurück. Letzter in der Gruppe, aber noch lange nicht chancenlos. Es ist alles möglich in dieser Gruppe.“

    „De Telegraaf“: „Deutschland lebt noch bei der WM nach später Rettung gegen Spanien. Dass Deutschland als Letztes gegen Costa Rica spielt, scheint das Rettungsboot für unsere östlichen Nachbarn zu werden. Die Mannschaft hat bislang noch nicht viel Eindruck hinterlassen bei dieser WM.“

    „Voetbal International“: „Deutschland ist mit dem Schrecken davongekommen in der Auseinandersetzung mit Spanien. Die Deutschen gewannen auch im zweiten Gruppenspiel nicht, aber dank Niclas Füllkrug sieht die Ausgangsposition, so verrückt es klingt, noch nicht so schlecht aus. Ein herrliches Fußballspiel endete in einem Unentschieden.“

    Frankreich:
    „L'Équipe“: „Wer ist Niclas Füllkrug, der Angreifer von Werder Bremen, Torschütze gegen Spanien? Die Überraschung auf der Liste von Hans-Dieter Flick für die WM in Katar, Niclas Füllkrug, Stürmer von Werder Bremen, bringt frischen Wind durch seine Persönlichkeit in die deutsche Auswahl. Sein Tor am Sonntagabend rettet Deutschland vor dem Desaster.“

    USA:
    „New York Times“: „Deutschland ist der Dunkelheit entgegengetreten. Nun, nach einer angespannten und tristen Woche hat es wieder einmal Hoffnung.“

    „Washington Post“: „Mit einem großen „Uff!“ aus unerwarteter Quelle kurz vor Torschluss hat Deutschland seine Chancen vergrößert auf etwas, das seltener als selten ist in seiner hochdekorierten WM-Geschichte. Es kann noch immer aus der Gruft klettern kurz bevor der Deckel schließt (...) Wenn es Costa Rica nicht besiegen kann oder Japan gegen Spanien gewinnt, wäre Deutschland zum zweiten Mal in Serie in der Gruppenphase einer WM ausgeschieden, etwas Undenkbares bei einem Vermächtnis mit vier Titeln, vier zweiten Plätzen und drei dritten Plätzen.“

    Italien:
    „La Repubblica“: „Unter den Gesetzen der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es allen voran einen bewährten Klassiker: Gib Deutschland niemals auf.“

    „Corriere dello Sport“: „Füllkrug rettet Deutschland.“
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    Alisa Swoboda

    DFB-Auswahl rettet bei WM 1:1 gegen Spanien

    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die zweite Niederlage bei der WM in Katar gerade noch verhindert. Nach dem 1:1 (0:0) gegen Mitfavorit Spanien am Sonntag in Al-Chaur hat das Team von Bundestrainer Hansi Flick weiter die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale.
    Deutschland holt ersten Punkt mit Unentschieden gegen Spanien
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    Alisa Swoboda

    Dieses Mal keine Protestgeste: DFB-Foto ohne Besonderheiten

    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat vor ihrem zweiten WM-Spiel in Katar gegen Spanien auf ein Zeichen des Protests verzichtet. Das obligatorische Mannschaftsfoto auf dem Rasen vor dem Anpfiff wurde ohne Besonderheiten aufgenommen. Unmittelbar vor dem ersten Spiel gegen Japan (1:2) hatte sich die DFB-Auswahl als Reaktion auf das Verbot der „One Love“-Kapitänsbinde beim Mannschaftsfoto demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten.

    Am Sonntagabend im Al-Bait Stadion stand die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick nach der Auftaktniederlage sportlich unter großem Druck.
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    Alexander Möthe

    Das ist Deutschlands Startelf gegen Spanien

    Bundestrainer Hansi Flick nimmt im zweiten WM-Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Spanien zwei personelle Wechsel vor. Leon Goretzka und Thilo Kehrer kommen am Sonntagabend im Al-Bait-Stadion im Vergleich zum 1:2-Fehlstart gegen Japan neu in die Startformation. Kai Havertz und Nico Schlotterbeck müssen dafür auf die Bank.
    Bild: Getty Images
    Kehrer rückt auf die rechte Verteidigerposition, Niklas Süle wechselt dafür in die Innenverteidigung neben Antonio Rüdiger. Goretzka kommt zusätzlich zu Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan ins Mittelfeld. Das Bayern-Trio Thomas Müller, Jamal Musiala und Serge Gnabry bildet die Offensive. 

    Angeführt wird die deutsche Mannschaft von Manuel Neuer. Der Kapitän bestreitet sein 18. WM-Spiel und zieht damit als Torhüter mit den Rekordhaltern Sepp Maier und Claudio Taffarel aus Brasilien gleich.

    Nach dem 1:0 von Costa Rica gegen Japan kann die DFB-Auswahl auch im Falle einer weiteren Niederlage gegen Spanien nicht vorzeitig ausscheiden. Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt erst im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica am Donnerstag.

    Die deutsche Startelf: Neuer - Kehrer, Süle, Rüdiger, Raum - Kimmich - Goretzka, Gündogan - Gnabry, Müller, Musiala
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    Alexander Möthe

    Leipziger stürmt für Spanien

    Spaniens Nationalteam geht wieder mit den Stürmern Dani Olmo von RB Leipzig, Marco Asensio von Real Madrid und Ferran Torres vom FC Barcelona in das WM-Spiel gegen Deutschland. Trainer Luis Enrique veränderte die Startelf des Weltmeisters von 2010 gegenüber dem 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica am Sonntagabend nur auf der Position des Rechtsverteidigers: Anstelle von Chelsea-Profi Cesar Azpilicueta spielt Dani Carvajal von Real. Das offensive Mittelfeld besetzen wieder die Barcelona-Jungstars Gavi und Pedri, dahinter soll Kapitän Sergio Busquets absichern.   

    Bei einem Sieg gegen die DFB-Auswahl (20.00 Uhr ZDF und MagentaTV) wäre den Spaniern der Achtelfinal-Einzug kaum noch zu nehmen. Die Entscheidung, welche beiden Mannschaften weiterkommen, fällt erst am letzten Gruppenspieltag am kommenden Donnerstag (20.00 Uhr/ARD und MagentaTV). Dann spielt Deutschland gegen Costa Rica und Spanien zeitgleich gegen Japan.
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    Alexander Möthe

    Kroatien schlägt Kanada 4:1, Kanada ist ausgeschieden

    Auch das historische WM-Tor von Bayern-Star Alphonso Davies hat das vorzeitige Vorrunden-Aus von Außenseiter Kanada nicht verhindern können. Die Kanadier verloren am Sonntag in Al-Rajjan gegen Vize-Weltmeister Kroatien mit 1:4 (1:2) und haben in Katar damit keine Chance mehr auf ein Weiterkommen. Die Kroaten sind der K.o.-Runde mit ihrem ersten Sieg dagegen einen großen Schritt näher gekommen.

    Der Hoffenheimer Andrej Kramaric (36. Minute) und Marko Livaja (44.) drehten für den Favoriten vor 44 374 Zuschauern das Spiel, nachdem Davies die Nordamerikaner bereits nach 67 Sekunden in Führung gebracht hatte. Es war das erste WM-Tor Kanadas überhaupt. Mit seinem zweiten Treffer machte Kramaric in der 70. Minute alles klar, den Endstand besorgte Lovro Majer (90.+4). Schon mit einem Remis gegen Belgien können die Kroaten um Ex-Weltfußballer Luka Modric am Donnerstag den Achtelfinal-Einzug perfekt machen.
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    Alexander Möthe

    Von wegen friedliches Fußballfest: Belgische Fans verwüsten Brüssel

    In der belgischen Hauptstadt ist es nach der 0:2-Niederlage des Nationalteams gegen Marokko im zweiten Gruppenspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zu Ausschreitungen gekommen. Rund 100 Polizisten mit Wasserwerfern mussten gegen Fans vorgehen, die Stadtmobiliar zerstörten und die Beamten mit Gegenständen bewarfen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntagnachmittag. 

    Die Polizei forderte die Menschen auf Twitter dazu auf, den Boulevard du Midi und angrenzende Straßen im Zentrum der Stadt zu meiden. „Die Polizei hat bereits energisch eingegriffen. Ich rate daher allen Fans davon ab, in das Stadtzentrum zu kommen“, schrieb Brüssels Bürgermeister Philippe Close auf Twitter.

    Er habe angewiesen, Unruhestifter festzunehmen. Auf Verlangen der Polizei wurde der Nahverkehr in Brüssel teilweise eingestellt, wie der örtliche Verkehrsbetrieb ebenfalls auf Twitter mitteilte.
    Ausschreitungen in Brüssel nach WM-Spiel Belgien gegen Marokko
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    Alexander Möthe

    Neuendorf will mit Infantino im Dialog bleiben

    Trotz der jüngsten Streitigkeiten mit dem Fußball-Weltverband will DFB-Präsident Bernd Neuendorf den FIFA-Chef Gianni Infantino künftig nicht mit Schweigen strafen. Es gebe immer Konflikte und Meinungsverschiedenheiten, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes am Sonntag bei MagentaTV. Diese dürften aber nicht auf der persönlichen Ebene ausgetragen werden. „Das heißt nicht, dass wir in Zukunft nicht miteinander sprechen. Das wäre auch unprofessionell“, betonte Neuendorf.

    Er wisse nicht, ob das Verhältnis zu Infantino wegen der Auseinandersetzungen um die Katar-WM und das Verbot für die „One Love“-Kapitänsbinde angespannt sei. Er kenne solche Situationen aus seiner politischen Vergangenheit, sagte der frühere SPD-Funktionär. Daher sei er „ganz offen, weiter den Dialog“ mit Infantino zu führen.
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