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16.08.2020

12:50

Mangelnde Rüstungskontrolle

Deutsche Panzer für ägyptischen Diktator bringen Bundesregierung in Erklärungsnot

Von: Sönke Iwersen, Otfried Nassauer, Melanie Raidl, Michael Verfürden

Seit seinem Putsch herrscht Ägyptens Diktator Abdel-Fattah al-Sisi mit eiserner Hand. Neuerdings stehen ihm auch 101 Schützenpanzer aus Deutschland zur Verfügung.

1994 gab Deutschland 501 dieser Panzer an Griechenland ab. AFP/Getty Images

Schützenpanzer BMP-1 während eines Manövers

1994 gab Deutschland 501 dieser Panzer an Griechenland ab.

Berlin, Düsseldorf Er feuert sechs Schuss pro Minute, ist mehr als 13 Tonnen schwer und kann schwimmen. Der sowjetische Schützenpanzer BMP-1 gilt als Meilenstein der Rüstungsgeschichte, wurde 1967 bei der Oktoberparade auf dem Roten Platz vorgestellt und erlebte im Jom-Kippur-Krieg 1973 seinen ersten Kriegseinsatz.

Noch heute vertrauen weltweit mehr als 30 Armeen auf die Fähigkeiten des Panzers, der neben drei Mann Besatzung acht Soldaten transportieren kann. Nun sind 101 Exemplare, die einst Deutschland gehörten, in Ägypten aufgetaucht. Das wirft Fragen an die Bundesregierung auf, die sie nicht beantwortet.

Vor der Wende hatte die Nationale Volksarmee der DDR 1100 der BMP-1-Panzer im Arsenal. 1994 gab Deutschland 501 dieser Fahrzeuge an Griechenland ab. Das erleichterte der Bundesregierung, die zulässigen Obergrenzen für schwere Waffen einzuhalten. Alternativ hätten die Panzer verschrottet werden müssen – zu Kosten von etlichen Tausend Euro pro Fahrzeug und verbunden mit Umweltrisiken wegen der verbauten Schadstoffe.

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