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08.06.2019

15:36

Militär

USA will die Bundeswehr im Anti-IS-Einsatz halten

Die Aufklärungsflüge, Luftbetankung und Armeeausbildung der Bundeswehr würden eine Schlüsselrolle spielen und deshalb weiterhin benötigt.

Mit diesen Kampfjets fliegt die Bundeswehr Aufklärungsflüge in Syrien und dem Irak. dpa

Tornado der Bundeswehr

Mit diesen Kampfjets fliegt die Bundeswehr Aufklärungsflüge in Syrien und dem Irak.

BerlinDie USA verlangen laut „Spiegel“ eine Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf einen Brief des Chefs des US-Oberkommandos Centcom, General Kenneth McKenzie, an den Generalinspekteur der Bundeswehr.

Demnach spielten die Aufklärungsflüge durch Tornado-Jets über Syrien und dem Irak sowie die Luftbetankung anderer Flugzeuge der Koalition „eine Schlüsselrolle“ bei der Schwächung des IS und werden weiterhin gebraucht. „Ich fordere deswegen respektvoll Ihre weitere Unterstützung bei der Bereitstellung der Überwachungsflüge, der Luftbetankung und beim Armeetraining im Irak“, wird McKenzie zitiert. Eine Kopie des Schreibens liege auch im Kanzleramt vor.

Das Bundeskabinett hatte im vergangenen Oktober beschlossen, den Einsatz der Tornado-Aufklärungsjets über dem Irak und Syrien im Kampf gegen den IS zum 31. Oktober dieses Jahres zu beenden. Dann soll auch die Luftbetankung eigener und alliierter Jets durch ein deutsches Tankflugzeug auslaufen. Teile der SPD stehen der Mission skeptisch gegenüber.

Bundesaußenminister Heiko Maas hält den Einsatz der Bundeswehr gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) immer noch für zwingend notwendig. „Auf jeden Fall ist das Mandat (...) zur Zeit noch absolut unabdingbar, um zu verhindern, dass der IS im Untergrund neue Strukturen aufbaut und damit in die Lage versetzt wird, weiter zu agieren“, sagte er am Samstag bei einem Besuch in Bagdad. „Das wollen und das müssen wir verhindern.“ Die Sicherheitslage müsse weiter beobachtet werden. Nach der Sommerpause müsse dann ein Fazit gezogen werden.

Der IS hatte jahrelang weite Teile Syriens und des Iraks unter seiner Kontrolle. Im März wurde die letzte IS-Bastion Baghus im Osten Syriens für befreit erklärt. Die Anti-IS-Koalition, der etwa 60 Länder angehören, argumentiert aber, dass sich immer noch Tausende Kämpfer in der Region aufhalten und ihren Terror fortsetzen könnten.

Mehr: Die Bundeswehr bildet im Irak Soldaten im Kampf gegen den IS aus. Jetzt musste der Ausbildungseinsatz wegen der Spannungen zwischen dem Iran und den USA pausieren.

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Von

rtr

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