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08.09.2017

16:51 Uhr

Militärmanöver Sapad

Bundesregierung fordert Transparenz von Moskau

Die Bundesregierung fordert einen offeneren Umgang mit einem bald beginnenden russischen Großmanöver. Schätzungen gehen von bis zu 100.000 teilnehmenden Soldaten aus. Die baltischen Staaten fühlen sich bedroht.

Laut offiziellen Angaben soll die Teilnehmerzahl des Manövers bei rund 13.000 Soldaten liegen. dpa

Russische Soldaten

Laut offiziellen Angaben soll die Teilnehmerzahl des Manövers bei rund 13.000 Soldaten liegen.

BerlinWenige Tage vor der militärischen Großübung Sapad (Russisch: Westen) fordert die Bundesregierung von Russland einen offeneren Umgang mit dem Manöver. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums appellierte am Freitag in Berlin, am besten wäre es, wenn Russland „nicht nur Deutschland, sondern auch der Nato oder auch allen Staaten, die unmittelbar davon betroffen sind, einen großzügigen Beobachterstatus einräumen würde und dort auch maximale Transparenz an den Tag legen würde“. Begründete Zweifel müssten ausgeräumt werden, auf provozierendes Verhalten müsse verzichtet werden.

Die Teilnehmerzahl des gemeinsam mit Weißrussland organisierten Großmanövers wurde auf weniger als 13.000 Soldaten beziffert. Sie liegt damit unter der Schwelle, ab der laut OSZE-Regeln ausländische Beobachter zugelassen werden müssen. In der Nato werden aber vor allem Moskaus Angaben zur Größe der Übung als unglaubwürdig gesehen.

Von der Leyen : 100.000 Soldaten bei russischem Manöver

Von der Leyen

100.000 Soldaten bei russischem Manöver

Verteidigungsministerin von der Leyen rechnet mit über 100.000 Soldaten bei einem russischen Militärmanöver. Besonders Polen und die Baltikum-Staaten sehen darin eine Drohgebärde. Es ist eine Machtdemonstration.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte die Truppenzahl am Donnerstag auf mehr als 100.000 Soldaten beziffert. „Das sind Schätzungen, die in der Nato kursieren, aber auch Beobachtungen, die in den Anrainerstaaten vorgenommen werden, die ja da über enge Kontakte verfügen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag.

An der vorherigen Ausgabe des Sapad-Manövers vor vier Jahren hatten nach russischen Angaben 12.900 Soldaten teilgenommen. Westliche Militärexperten schätzten die tatsächliche Teilnehmerzahl im Anschluss allerdings auf mindestens 70.000. Vor allem Polen, Litauen, Lettland und Estland sehen die für Mitte September geplante Großübung als Drohgebärde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Tomas Maidan

08.09.2017, 18:03 Uhr

Irgendwie könnte Moskau jetzt mal eine Gelegenheit wahrnehmen, um das Verhältnis zum Westen zu verbessern. Vielleicht haben es die Strategen in Moskau noch gar nicht begriffen, dass das Ansehen Russlands durch die Unterstützung von Donald Trump extremen Schaden genommen hat. Die Hacker Angriffe kamen auch nicht besonders gut in Deutschland an. Vielleicht könnte Moksau nun mal etwas unternehmen, um das Ansehen Russlands etwas zu verbessern?

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