Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2019

10:27

Öltanker

Iranischer Tanker „Adrian Darya 1“ will offenbar Türkei ansteuern

Seit Mitte August ist der iranische Supertanker, der vor Gibraltar festgesetzt worden war, wieder freigegeben. Nun scheint sein Ziel die Türkei zu sein.

Der Iran hat Anfang dieser Woche bekanntgegeben, dass das Öl, dass der Tanker führte, verkauft wurde. AP

Adrian Darya 1

Der Iran hat Anfang dieser Woche bekanntgegeben, dass das Öl, dass der Tanker führte, verkauft wurde.

Dubai Der von den USA verfolgte iranische Tanker „Adrian Darya 1“ ist nach eigenen Angaben auf dem Weg in die Türkei. Der Supertanker gab am Freitag im automatischen Identifikationssystem AIS Iskenderun als Zielort an. Zuvor hatte er Mersin, ebenfalls in der Türkei, angegeben, später aber wieder gelöscht. Ob die Türkei tatsächlich das Ziel des Tankers ist, blieb jedoch unklar, weil die Besatzung im AIS-System jedes beliebige Ziel angeben kann.

Die „Adrian Darya 1“ war Anfang Juli unter ihrem damaligen Namen „Grace 1“ vor Gibraltar festgesetzt und wochenlang festgehalten worden. Die Behörden hegten den Verdacht, dass der Supertanker Öl nach Syrien bringen wolle, was gegen EU-Sanktionen verstoßen würde.

Nachdem der Iran versichert hatte, das Öl werde nicht nach Syrien geliefert, gaben die Behörden in Gibraltar das Schiff Mitte August frei. Einen Antrag der USA, das Schiff zu beschlagnahmen, lehnten sie ab. Anfang dieser Woche erklärte die iranische Regierung, das Öl an Bord der „Adrian Darya 1“ sei verkauft worden, behielt den Namen des Käufers aber für sich.

Mehr: Wochenlang hatten die Behörden des britischen Überseegebiets Gibraltar den Tanker festgehalten. Nun wurde das Öl darin für 130 Millionen Dollar verkauft.

Von

ap

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Hans Henseler

30.08.2019, 11:51 Uhr

Wird die Tuerkei sich den amerikanischen Drohungen widersetzen? Es bleibt spannend.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×