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07.12.2021

12:10

Olympische Winterspiele 2022

USA kündigt diplomatischen Boykott bei Olympischen Winterspielen in China – Scharfe Kritik aus Peking

Die USA wollen im kommenden Jahr keine offiziellen Vertreter zu den Winterspielen nach Peking schicken. China kritisiert den diplomatischen Boykott.

Die Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 in China statt. dpa

Olympia-Statue in Peking

Die Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 in China statt.

Washington, Peking Nachdem die USA einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in China angekündigt haben, reagierte die Regierung in Peking. Washington solle aufhören, den Sport zu politisieren, sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian am Dienstag.

Er kündigte „entschiedene Gegenmaßnahmen“ an, ohne Details zu nennen. Olympia sei keine Bühne für „politische Manipulationen“. Außerdem nähmen Regierungsvertreter auf Einladung ihrer nationalen olympischen Komitees teil.

Verärgert sagte Lijian, die USA sollten aufhören, „die Winterspiele in Peking durch Worte oder Taten zu stören“. Ansonsten schadeten sie dem bilateralen Dialog und der Kooperation mit China in wichtigen Bereichen oder internationalen Fragen.

Neben den USA haben auch andere Staaten reagiert. Neuseeland will keine diplomatischen Vertreter im Februar nach Peking schicken. Wie der stellvertretende Ministerpräsident Grant Robertson am Dienstag erklärte, sei aber eher die anhaltende Pandemie einer der Hauptgründe für die Entscheidung: „Wir haben China gegenüber bei zahlreichen Gelegenheiten unsere Besorgnis über Menschenrechtsfragen deutlich gemacht – erst kürzlich hat die Ministerpräsidentin mit Präsident Xi darüber gesprochen“, sagte Robertson laut dem staatlichen Fernsehsender TVNZ.

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    „China weiß sehr wohl, wie wir zu den Menschenrechten stehen, aber wir hatten uns bereits entschieden, nicht teilzunehmen“, erklärte Neuseelands stellvertretender Ministerpräsident und fügte hinzu, dass China über die Entscheidung bereits im Oktober informiert worden sei.

    Sowohl die australische als auch die japanische Regierung haben angekündigt, in der Frage der Entsendung eines diplomatischen Vertreters noch beraten zu wollen. Japans Ministerpräsident Fumio Kishida erklärte am Dienstag, sein Land werde bei der Entscheidung eine Reihe von Faktoren berücksichtigen. Dazu zählten der Zweck der Olympischen Spiele, die diplomatische Situation und Japans eigene nationale Interessen, so Kishida.

    Das kanadische Außenministerium teilte mit, dass Kanada „zutiefst beunruhigt“ über die Berichte über Menschenrechtsverletzungen in China sei. „Wir wurden über die Entscheidung der USA informiert und werden diese Angelegenheit weiterhin mit unseren Partnern und Verbündeten diskutieren“, erklärte das Ministerium.

    Winterspiele 2022 in Peking

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    Der einzige Staatschef, der Chinas Einladung zu den Spielen bisher angenommen hat, ist der russische Präsident Wladimir Putin.

    Die USA wollen die Olympischen Winterspiele boykottieren

    Die USA hatten am Montag angekündigt, die Olympischen Winterspiele 2022 in China diplomatisch boykottieren zu wollen. Grund seien der „anhaltende Völkermord und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Xinjiang sowie anderer Menschenrechtsverletzungen“, wie Regierungssprecherin Jen Psaki mitteilte.

    US-Sportler seien allerdings nicht betroffen. Die chinesische Botschaft in Washington nannte den Boykott „nur eine politische Manipulation“. Er werde keinerlei Auswirkungen auf eine erfolgreiche Umsetzung der Spiele haben.

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erklärte auf Twitter: „Die Präsenz von Regierungsvertretern und Diplomaten ist eine rein politische Entscheidung der jeweiligen Regierung, die das IOC in seiner politischen Neutralität voll respektiert.“

    Die Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 in China statt. Dem autoritär regierten Land werden von vielen Seiten Menschenrechtsverletzungen, vor allem gegen Minderheiten wie den muslimischen Uiguren, vorgeworfen. Menschenrechtsgruppen nennen als Beispiele für chinesische Repressalien die autonome Region Xinjiang, Tibet und Hongkong.

    Immer wieder werden daher Boykottforderungen mit Blick auf die dortigen Winterspiele laut. Zwischen den USA und China gibt es wegen der Menschenrechtslage, aber auch wegen diverser anderer Streitthemen große politische Spannungen.

    Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums hatte vor der US-Ankündigung erklärt, sein Land werde im Falle eines diplomatischen Boykotts „entschlossene Gegenmaßnahmen“ ergreifen. Details nannte er nicht.

    US-Abgeordnete haben seit längerem einen diplomatischen Boykott der Spiele gefordert. China hat wiederholt Anschuldigungen von Menschenrechtlern zurückgewiesen, in der überwiegend muslimischen Uiguren-Provinz Xinjiang einen Völkermord zu begehen.

    Von

    dpa

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