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27.04.2017

03:24 Uhr

Organisation Amerikanischer Staaten

Venezuela tritt aus der OAS aus

Präsident Nicolas Maduro ordnet den Rückzug Venezuelas aus der Organisation Amerikanischer Staaten an. OAS hatte ihn zuletzt wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten kritisiert und Neuwahlen gefordert.

Proteste in Venezuela

Viele Demonstranten verloren ihr Leben

Proteste in Venezuela: Viele Demonstranten verloren ihr Leben

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CaracasInmitten eines erbitterten Machtkampfs zwischen der sozialistischen Regierung und der Opposition tritt Venezuela aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aus. „Venezuela zieht sich aus der OAS zurück für seine Würde, Unabhängigkeit, Souveränität, für den Frieden und die Zukunft des Vaterlandes“, schrieb Außenministerin Delcy Rodríguez am Mittwoch auf Twitter. Der Rückzug erfolgte nach ihren Angaben auf Anweisung von Präsident Nicolás Maduro.

OAS-Generalsekretär Luis Almagro hatte die venezolanische Regierung zuletzt immer wieder heftig kritisiert und Neuwahlen in dem Südamerikanischen Land gefordert. „Niemals werden wir zulassen, dass kriecherische Lohnsklaven Venezuela beleidigen“, schrieb Rodríguez.

Venezuela

Zwei weitere Tote bei Protesten in Venezuela

Venezuela: Zwei weitere Tote bei Protesten in Venezuela

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Bei den landesweiten Protesten in Venezuela gegen Präsident Nicolas Maduro hat es erneut Tote gegeben. Am Mittwoch kam in der Hauptstadt Caracas ein 20-jähriger Demonstrant ums Leben, der bei Auseinandersetzungen mit der Polizei von einem Tränengasgeschoss getroffen wurde. Zudem erlagen ein Gegner und ein Anhänger der Regierung Schussverletzungen, die sie bei Ausschreitungen Anfang der Woche erlitten hatten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den Demonstrationen in diesem Monat auf mindestens 29. Die linke Regierung wirft der OAS mit Sitz in Washington vor, als Marionette der US-Regierung eine Umsturz-Kampagne zu unterstützen, um den Sozialismus in Venezuela abzuschaffen.

Der OAS-Austritt ist ein Prozess, der zwei Jahre dauert. Venezuela werde aber unverzüglich nicht mehr an der Organisation teilhaben, sagte Rodríguez. Es wird erwartet, dass der Andenstaat der OAS noch etwa 10,5 Millionen Dollar schuldet. Seit der Gründung der OAS im Jahr 1948 war kein Land aus dem Staatenverbund ausgetreten.

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