Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

17.06.2019

21:23

Prognose

Weltbevölkerung könnte 2100 mit elf Milliarden Höhepunkt erreichen

Die Vereinten Nationen senken ihre Bevölkerungsprognose leicht. Das Wachstum geht in den nächsten Jahrzehnten dennoch rasant weiter – vor allem in neun Ländern.

2017 waren die UN noch von rund 11,2 Milliarden Menschen bis 2100 ausgegangen. picture-alliance/ dpadpa / picture alliance

Menschenmassen

2017 waren die UN noch von rund 11,2 Milliarden Menschen bis 2100 ausgegangen.

New York Die Weltbevölkerung könnte um das Jahr 2100 einer Schätzung der Vereinten Nationen zufolge mit fast elf Milliarden Menschen ihren Höhepunkt erreichen. Bis 2050 werde die Zahl der Menschen auf der Erde zunächst von derzeit 7,7 Milliarden auf 9,7 Milliarden anwachsen, hieß es in dem am Montag in New York veröffentlichten Bericht.

2017 waren die UN noch von rund 11,2 Milliarden Menschen 2100 ausgegangen, diese Prognose wurde nun allerdings aufgrund sinkender Geburtenraten in immer mehr Ländern leicht nach unten korrigiert. Der Bericht enthält keine Aussagen zur Entwicklung der Bevölkerungszahlen nach 2100.

Mehr als die Hälfte des Bevölkerungswachstums bis 2050 werde in neun Ländern geschehen, heißt es in dem Bericht: Indien, Nigeria, Pakistan, Kongo, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten und den USA. Die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara werde sich bis 2050 fast verdoppeln, in Nordamerika und Europa werde sie dagegen nur um rund zwei Prozent wachsen. Um 2027 werde Indien der Schätzung zufolge China als bevölkerungsreichstes Land überholen.

Die weltweite Durchschnittsgeburtenrate, die zwischen 1990 und 2019 bereits von 3,2 auf 2,5 gesunken ist, werde bis 2050 weiter auf statistische 2,2 Kinder pro Frau fallen. Die statistische Lebensdauer stieg zwischen 1990 und 2019 von 64,2 Jahren auf 72,6 Jahre – und werde bis 2050 auf 77,1 klettern. In den am schwächsten entwickelten Ländern der Erde liegt die Lebenserwartung allerdings immer noch rund sieben Jahre unter dem Durchschnitt, vor allem aufgrund von Krankheiten und Kriegen.

Das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung nehme unterdessen weiter zu. 2050 werde jeder sechste Mensch auf der Erde älter als 65 sein, derzeit ist es jeder elfte. In Nordamerika und Europa könnte 2050 sogar bereits jeder vierte Mensch älter als 65 sein. 2018 hatte es weltweit erstmals mehr Menschen über 65 als Kinder unter fünf gegeben. Die Zahl der Menschen über 80 wird sich dem Bericht zufolge bis 2050 etwa verdreifachen – von 143 Millionen derzeit auf 426 Millionen.

Für den Weltbevölkerungsbericht, der bereits zum 26. Mal veröffentlicht wurde, haben Experten der UN Schätzungen aus 235 Ländern und Regionen ausgewertet.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×