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18.04.2017

10:38 Uhr

Proteste in den USA

Teilerfolg im Streit über Fließband-Hinrichtungen

Das oberste US-Gericht hat eine geplante Hinrichtungen mehrerer Häftlinge in Arkansas gestoppt. Diese sollten aufgrund bald ablaufender Medikamente durchgeführt werden. Weitere Gerichte könnten einen Weg ebnen.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas hofft weiterhin auf eine Durchführung der Hinrichtungen durch andere Gerichtsentscheidungen. AP

Asa Hutchinson

Der republikanische Gouverneur von Arkansas hofft weiterhin auf eine Durchführung der Hinrichtungen durch andere Gerichtsentscheidungen.

Little RockIm juristischen Ringen um mehrere geplante Hinrichtungen in Arkansas hat das Oberste US-Gericht einen Antrag des US-Staats abgelehnt, der dort die erste Exekution seit mehr als zehn Jahren möglich machen sollte. Die Generalstaatanwältin von Arkansas, Leslie Rutledge, hatte beantragt, die Aussetzung der Hinrichtung des Verurteilten Don Davis aufzuheben. Er sollte am Montagabend (Ortszeit) mit der Giftspritze getötet werden.

Der republikanische Gouverneur Asa Hutchinson äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung vom späten Montagabend. Zugleich erklärte er, er fühle sich ermutigt von anderen Gerichtsentscheidungen, die den Weg für mehrere weitere geplante Hinrichtungen ebnen könnten. Die ersten beiden davon sind für Donnerstagabend vorgesehen.

Proteste in den USA: Gerichte verhindern Hinrichtungen in Arkansas

Proteste in den USA

Gerichte verhindern Hinrichtungen in Arkansas

Die Proteste scheinen gewirkt zu haben. Gerichte im US-Bundesstaat Arkansas verhindern, dass dort innerhalb weniger Tage sieben Menschen hingerichtet werden. Deren Schicksal bleibt aber ungewiss.

Innerhalb von sieben Jahren war es das zweite Mal, dass ein Gericht wenige Stunden vor der geplanten Hinrichtung von Davis intervenierte. Arkansas wollte ursprünglich noch vor Ende April acht Häftlinge hinrichten, da Ende des Monats die Haltbarkeit eines der dafür nötigen Medikamente abläuft. Der US-Staat hat seit 2005 keine Häftlinge mehr hingerichtet, weil es zu wenige der notwendigen Arzneimittel und zudem Rechtsänderungen gab.

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ap

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