Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2022

22:12

Reaktionen auf den Tod von Elisabeth II.

Steinmeier zum Tod der Queen: „Eine Frau, die ein Jahrhundert geprägt hat“

Liz Truss, Bill Clinton, König Harald V., Elton John – Politiker, Royals und Prominente weltweit reagieren bestürzt auf den Tod der Queen. Lesen Sie hier eine Auswahl der Stimmen.

„Ihre Majestät genoss auf der ganzen Welt höchstes Ansehen und Respekt“, schrieb der Bundespräsident nach dem Tod der Königin. Imago/i Images

Die Queen mit ihrem Enkel William traf 2017 auf Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender

„Ihre Majestät genoss auf der ganzen Welt höchstes Ansehen und Respekt“, schrieb der Bundespräsident nach dem Tod der Königin.

Düsseldorf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem britischen Königshaus zum Tod von Queen Elisabeth II. kondoliert. „Königin Elizabeth II. ist eine Frau, die ein Jahrhundert geprägt hat“, schrieb er laut Sprecherin an das Königshaus. Sie habe Zeitgeschichte erlebt und selbst geschrieben. „Ihre Majestät genoss auf der ganzen Welt höchstes Ansehen und Respekt.“

Bundeskanzler Olaf Scholz würdigte die britische Königin als „Vorbild und Inspiration für Millionen, auch hier in Deutschland“. Scholz hob vor allem ihren Einsatz „für die deutsch-britische Aussöhnung nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges“ hervor. Dieser bleibe unvergessen. „Sie wird fehlen, nicht zuletzt ihr wundervoller Humor“, schrieb Scholz.

Altbundeskanzlerin Angela Merkel betonte die „überragende Bedeutung“ der verstorbenen britischen Königin . „Mit ihrem Tod geht eine Epoche zu Ende“, wird Merkel in einer Erklärung vom Donnerstag zitiert. „Es gibt keine Worte, die die überragende Bedeutung dieser Königin, ihres Pflichtgefühls, ihrer moralischen Integrität, ihrer Hingabe und ihrer Würde über sieben Jahrzehnte für das Vereinigte Königreich, für Europa und die Welt auch nur annähernd würdigen können.“

Merkel machte deutlich, dass sie mit „größter Dankbarkeit“ auf ihre Begegnungen mit der Queen zurückblicke. „Meine Gedanken sind in dieser Stunde in besonderer Weise bei der königlichen Familie und seiner Majestät König Charles III“, so Merkel.

Die britische Premierministerin Liz Truss würdigte die Königin als „Fels“, „auf dem das moderne Großbritannien errichtet wurde“. Der Tod der Queen sei ein „riesiger Schock für die Nation und die Welt“, sagte die konservative Politikerin in einer Rede in der Londoner Downing Street.

Das Land sei unter ihrer Herrschaft gewachsen und gediehen, so Truss weiter. „Wegen ihr ist Großbritannien heute das großartige Land, das es ist.“ Dafür sei sie von den Menschen im Vereinigten Königreich und auf der ganzen Welt geliebt worden.

Die neue britische Premierministerin war erst am Dienstag zur Queen nach Schottland gereist. Bloomberg

Liz Truss

Die neue britische Premierministerin war erst am Dienstag zur Queen nach Schottland gereist.

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „zutiefst traurig“. Der Familie der Queen und den Menschen in Großbritannien und dem Commonwealth sprach Guterres per Mitteilung sein Mitgefühl aus.

Elisabeth II., die während ihrer Zeit als Königin auch zweimal im UN-Hauptquartier in New York zu Gast gewesen sei, sei auf der ganzen Welt für ihre „Anmut, Würde und Hingabe“ bewundert worden, sagte Guterres. In Jahrzehnten des Wandels habe sie eine „beruhigende Präsenz“ geboten. „Die Welt wird sich noch lange an ihre Hingabe und ihre Führungskraft erinnern.“

So berichtet das Handelsblatt über den Tod der Königin Elisabeth II. :

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte mit: „Ich erinnere mich an sie als eine Freundin Frankreichs, eine gutherzige Königin, die einen bleibenden Eindruck in ihrem Land und ihrem Jahrhundert hinterlassen hat.“

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat zum Tod von Königin Elizabeth II. ebenfalls kondoliert. „Im Namen des ukrainischen Volkes sprechen wir der königlichen Familie, dem Vereinten Königreich und dem Commonwealth aufrichtiges Beileid aus zu diesem nicht wieder gut zu machenden Verlust“, schrieb Selenski auf Twitter. „Unsere Gedanken und Gebete sind mit Ihnen.“ Großbritannien ist international einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion.

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi drückte sein Beileid wiefolgt aus: „Sie repräsentierte das Vereinigte Königreich und den Commonwealth mit Ausgewogenheit, Klugheit, Respekt für Institutionen und die Demokratie“, hieß es in einer Mitteilung seines Amtssitzes Palazzo Chigi. Sie habe Stabilität in Krisenzeiten gewährleistet und es verstanden, den Wert von Tradition in einer Gesellschaft in ständiger und tiefgreifender Entwicklung am Leben zu erhalten.

Die Queen im Kreis der G7-Politiker. AP

Gipfeltreffen im Juni 2021 in Cornwall

Die Queen im Kreis der G7-Politiker.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez ehrte die Verstorbene mit diesen Worten: „Sie war eine Person von Weltrang, Zeugin und Gestalterin der britischen und europäischen Geschichte.“

Der tschechische Präsident Milos Zeman sprach von einer „tiefen Trauer“. „Ihr ergebener Dienst für die Monarchie, ihre ungeheure Demut und ihre Erhabenheit bleiben für immer in unseren Herzen“, betonte der 77 Jahre alte Zeman.

Bill Clinton: „Queen war Quelle der Stabilität, Gelassenheit und Stärke“

„In einer Welt des ständigen Wandels war sie eine beständige Präsenz und eine Quelle des Trostes und des Stolzes für Generationen von Briten, einschließlich vieler, die ihr Land nie ohne sie gekannt haben ... Ihr Vermächtnis wird in den Seiten der britischen Geschichte und in der Geschichte unserer Welt eine große Rolle spielen“, teilte US-Präsident Joe Biden und die First Lady Jill Biden mit.

Auch Ex-Präsident Barack Obama meldete sich zu Wort: „Michelle und ich hatten das Glück, Ihre Majestät kennengelernt zu haben, und sie hat uns sehr viel bedeutet.“ Er und seine Frau seien stets beeindruckt gewesen von der Herzlichkeit der Königin, ihrem Humor und Charme.

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton teilte mit: „Hillary und ich trauern um Ihre Majestät, Königin Elisabeth II., und wir schließen uns den Menschen im Vereinigten Königreich, im Commonwealth und in der ganzen Welt an, um für ihr außergewöhnliches Leben zu danken.“

Während ihrer bemerkenswerten 70-jährigen Regierungszeit habe die Queen Großbritannien „mit unermüdlicher Anmut, Würde und echter Fürsorge für das Wohlergehen aller Menschen durch große Veränderungen geführt. Ob bei Sonnenschein oder Sturm, sie war eine Quelle der Stabilität, Gelassenheit und Stärke.“

Die britische Monarchin erlebte in ihrer Amtszeit 13 US-Präsidenten. AP

Die Queen mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton 1994

Die britische Monarchin erlebte in ihrer Amtszeit 13 US-Präsidenten.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump würdigte das „enorme Vermächtnis von Frieden und Wohlstand“ der gestorbenen britischen Königin. „Möge Gott die Königin segnen, möge sie für immer in unseren Herzen regieren und möge Gott sie und Prinz Philip in ständiger Obhut halten“, schrieb Trump auf der von ihm mitbegründeten Plattform Truth Social. Auch im Namen seiner Frau Melania sprach er den Briten sein Beileid aus. Die Queen werde „für immer für ihre Treue zu ihrem Land und ihre unerschütterliche Hingabe an ihre Landsleute und Frauen in Erinnerung bleiben“.

Israels Präsident Izchak Herzog betonte die Führungsstärke der gestorbenen britischen Königin Elizabeth II. „Während ihrer langen und bedeutsamen Regierungszeit hat sich die Welt dramatisch verändert, die Königin blieb jedoch eine Ikone stabiler, verantwortungsvoller Führung und ein Leuchtfeuer der Moral, der Menschlichkeit und des Patriotismus“.

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach der britischen Königsfamilie sein Beileid aus. Er sei „zutiefst traurig“ über ihren Tod, schrieb der norwegische Politiker auf Twitter. „Mehr als 70 Jahre lang war sie ein Beispiel für selbstlose Führung und öffentlichen Dienst.“ Sein tiefes Beileid gehe auch an die Nato-Verbündeten Großbritannien und Kanada sowie an die Menschen des Commonwealth.

Elton John: „Queen Elizabeth war ein großer Teil meines Lebens“

Die norwegische Königsfamilie reagierte mit großer Trauer auf die Nachricht. Die Queen habe sich hingebungsvoll ihrer Arbeit gewidmet und sei dem britischen Volk durch Freuden und Sorgen sowie Höhen und Tiefen gefolgt, wurde Norwegens König Harald V. in einer Erklärung des norwegischen Königshauses zitiert. „Unser Beileid geht auch an das britische Volk.“ Nach Angaben des Hofes hat Harald beschlossen, die Flaggen am Osloer Schlossbalkon am Freitag auf halbmast zu setzen.

Der mit Königin Elizabeth II. verwandte schwedische König Carl XVI. Gustaf teilte in einer Erklärung seines Hofes mit: „Die Königin diente ihren Ländern und dem Commonwealth mit einer einzigartigen Hingabe und mit Pflichtgefühl. Sie war ständig präsent, nicht nur in der britischen Gesellschaft, sondern auch international.“

Nach der Meldung des Todes von Queen Elizabeth II zieht es zahlreiche Menschen zum Buckingham Palace. AP

Trauer in London

Nach der Meldung des Todes von Queen Elizabeth II zieht es zahlreiche Menschen zum Buckingham Palace.

Papst Franziskus würdigte das Pflichtbewusstsein der Königin. Das Oberhaupt der katholischen Kirche zolle dem großzügigen Dienst der Königin an der Nation und dem Commonwealth Tribut und schließe sich allen an, die um den Verlust der Queen trauerten, schrieb der 85-Jährige in einem Telegramm an König Charles III. „Auf Sie und alle, die das Andenken an Ihre verstorbene Mutter in Ehren halten, erbitte ich göttlichen Segen als Unterpfand des Trostes und Kraft in den Herrn.“

Der britische Musiker Elton John zeigte sich „zutiefst traurig“ gezeigt. „Queen Elizabeth war ein großer Teil meines Lebens von der Kindheit bis heute und ich werde sie sehr vermissen“, schrieb der Musiker auf Twitter. „Sie hatte eine inspirierende Präsenz und hat das Land mit Anmut, Anstand und einer ehrlichen mitfühlenden Wärme durch einige unserer größten und dunkelsten Momente geführt.“

Königin Elizabeth II. bei einem Treffen mit Sir Elton John hinter der Bühne des Konzerts zum Diamantenen Jubiläum vor dem Buckingham Palast. dpa

London

Königin Elizabeth II. bei einem Treffen mit Sir Elton John hinter der Bühne des Konzerts zum Diamantenen Jubiläum vor dem Buckingham Palast.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bezeichnete den Tod Königin Elizabeths II. als großen Verlust. „Die Königin von England ist natürlich unser aller Königin – nicht nur wegen ihrer deutschen Abstammung und ihres deutschen Ehemanns, sondern vor allem wegen der kulturellen Institution, die das Königshaus in England darstellt“, sagte sie im Fernsehsender Welt.

„Die ganze Tradition, die ganze Weltanschauung, die mit dem Königshaus einhergeht, ist prägend für die letzten – ich würde sagen – 90 Jahre. Und jeder kennt Königin Elizabeth; ihr Ableben ist für uns alle ein sehr, sehr großer Verlust“, sagte sie. Charles werde aber ein „hervorragender König“ sein.

Mit persönlichen Worten hat der britische Musiker Mick Jagger der verstorbenen Queen Elizabeth II. gedacht. „Mein ganzes Leben lang war ihre Hoheit, Königin Elizabeth II., immer da“, schrieb der Frontmann der Rolling Stones am Donnerstag auf Twitter. „Ich erinnere mich, dass ich in meiner Kindheit die Höhepunkte ihrer Hochzeit im Fernsehen geschaut habe. Ich erinnere mich an sie als eine schöne junge Frau, bis hin zur sehr geliebten Großmutter der Nation.“ Den Mitgliedern der Königsfamilie sprach Jagger, der 2003 von Prinz Charles zum Ritter geschlagen wurde, sein „tiefstes Beileid“ aus.

Im Auftrag Ihrer Majestät: Queen Elizabeth II mit James-Bond-Darsteller Daniel Craig. AP

November 2006

Im Auftrag Ihrer Majestät: Queen Elizabeth II mit James-Bond-Darsteller Daniel Craig.

James-Bond-Darsteller Daniel Craig reagierte „tief traurig“ auf die Nachricht. „Meine Gedanken sind bei der königlichen Familie, bei denen, die sie liebte, und bei all jenen, die sie liebten“, sagte der 54-Jährige, der in „No Time To Die“ zum letzten Mal als Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät auftrat, der britischen Nachrichtenagentur PA. „Sie hinterlässt ein unvergleichliches Vermächtnis und wird sehr vermisst werden.“

Die beiden hatten vor einigen Jahren einen denkwürdigen Auftritt zusammen. Für die Olympischen Spiele in London 2012 drehte die Queen ein Video mit Daniel Craig, in dem sie scheinbar per Fallschirm aus dem Hubschrauber zur Eröffnungszeremonie kam.

Video

Die Queen ist tot – das zweite elisabethanische Zeitalter ist zu Ende

Video: Die Queen ist tot – das zweite elisabethanische Zeitalter ist zu Ende

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×