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16.03.2018

15:36

Stahlstreit

Merkel sagt EU-Handelskommissarin Unterstützung beim Kampf gegen Strafzölle zu

Deutschland und Schweden sagen der EU bei den Verhandlungen zu den Strafzöllen „uneingeschränkte Unterstützung“ zu.

Stahlstreit: Merkel sagt EU-Handelskommissarin Unterstützung zu imago/photothek

Treffen mit Schweden

Schwedens Ministerpräsident nannte die Stahl- und Aluminiumzölle „beunruhigend und sehr bedauerlich“.

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in den Verhandlungen mit den USA über neue Zölle ihr Vertrauen ausgesprochen.

Nach einem Treffen mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven kritisierten beide Politiker am Freitag in Berlin die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Schutzzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe zu verhängen.

Dies widerspreche den Prinzipien der Welthandelsorganisation WTO, sagte Merkel. Noch setze man auf Gespräche mit den USA, um das Problem zu lösen. „Die Kommissarin hat hier unsere uneingeschränkte Unterstützung.“ Der EU-Gipfel werde sich kommende Woche mit dem Thema beschäftigen.

„Die EU muss hier reagieren, das ist unvermeidbar“, ergänzte Löfven. „Wir müssen hier zusammenhalten.“ Der Sozialdemokrat warnte vor einer Eskalation des Handelsstreits. Die US-Schritte seien „beunruhigend und sehr bedauerlich“. Die EU müsse sich für einen freien Handel einsetzen, forderten beide Politiker.

US-Bemühungen, Verbündete für ein Vorgehen gegen Chinas Handelspolitik zu finden, steht die deutsche Regierung zurückhaltend gegenüber. Derartige Probleme sollten auf multilateraler Ebene gelöst werden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Handelsblatt Premium

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Peter Spiegel

16.03.2018, 16:40 Uhr

„Die Kommissarin hat hier unsere uneingeschränkte Unterstützung.“ Soll heißen, wir lassen Sie sofort fallen
und laufen weg.

Herr Peer Kabus

16.03.2018, 17:02 Uhr

Seitdem ich gestern Abend bei Lanz von Prof. Sinn erfahren habe, dass EU-Brüssel die Einfuhrzölle im eigenen Haushalt vereinnahmt und diese weder länderspezifisch teilweise oder verteilt, kann ich das Interesse von brüssel an Gegenmaßnahmen in Form von neuen Strafzöllen gut nachvollziehen.

Denn jede Absenkung von Zöllen, wie auf den Import von Waren aus den USA reduziert die Einnahmen von Brüssel - und würde zu dem unerwünschten Effekt führen, dass für die Bürger manches preiswerter werden würde.

Herr Peer Kabus

16.03.2018, 17:06 Uhr

Das ist Übrigens der Unterschied zwischen der EU und den USA.

Die von den USA vereinnahmten Zölle kommen deren eigenem Haushalt zugute. Die EU nährt damit ihre monströse Behörde mit exorbitanten Vergütungen und sonstigen Wohltaten, bei denen Betrug und Absahnen keine Rolle spielen.

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