Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

10.07.2019

06:41

Streit um Strafzölle

Handelsgespräche zwischen China und den USA laufen „konstruktiv“

US-Wirtschaftsberater Kudlow äußerte sich optimistisch zum Verlauf der Gespräche, die nach dem G20-Gipfel wieder aufgenommen worden waren.

Der Handelsstreit zwischen den beiden Staaten ist noch nicht beigelegt, neue Gespräche laufen jedoch seit Juni. AFP

USA und China

Der Handelsstreit zwischen den beiden Staaten ist noch nicht beigelegt, neue Gespräche laufen jedoch seit Juni.

Washington, New York Die USA haben sich optimistisch zum Verlauf der Handelsgespräche mit China geäußert. Ein Telefonat zwischen beiden Seiten sei gut und konstruktiv verlaufen, sagte der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, am Dienstagabend. Es werde erwogen, sich nun persönlich zu treffen. Das Weiße Haus hatte zuvor mitgeteilt, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin hätten mit dem stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidenten Liu He und Minister Zhong Shan telefoniert. Es sei darum gegangen, noch offene Fragen in dem Handelskonflikt zu klären.

Wann die Unterhändler wieder persönlich zusammentreffen, blieb aber unklar. Nach Presseberichten soll eine neue Verhandlungsrunde in diesem Monat in Peking geplant sein. Die amerikanische Seite hat aber deutlich gemacht, dass sie keine Eile hat, sondern vielmehr ein gutes Ergebnis für die USA sucht.

Nach dem Versprechen von Trump, US-Unternehmen wieder Geschäfte mit Chinas Telekomriesen Huawei zu erlauben, kündigte Handelsminister Wilbur Ross laut „New York Times“ an, dass dafür Lizenzen vergeben werden, „wo es keine Bedrohung für die nationale Sicherheit“ gebe. „Wir öffnen es für eine begrenzte Zeit.“ Doch wird der führende Netzwerkausrüster und zweitgrößte Smartphone-Hersteller weiter aus Sicherheitsgründen auf einer schwarzen Liste bleiben.

Mit den Lizenzen werden große amerikanische Chiphersteller wie Qualcomm und Intel oder auch Google voraussichtlich wieder an Huawei liefern können. Somit könnte auch wieder die Versorgung der Huawei-Smartphones mit neuen Versionen des Android-Betriebssystems gesichert werden, was Verbraucher in Deutschland und anderswo schwer verunsichert hatte. Wann die Lizenzen vergeben werden und welche Technologie geliefert werden darf, muss sich aber noch zeigen.

Die beiden größten Volkswirtschaften liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, der das Wachstum in beiden Staaten bremst und auch der globalen Konjunktur schadet. Auslöser war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen.

Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen überzogen. China reagierte mit Gegenzöllen. Bei dem Treffen mit Xi Jinping am 29. Juni in Osaka sagte Trump aber zu, eine geplante Ausweitung der Sonderzölle vorerst zu verschieben. So hatte der US-Präsident damit gedroht, die Sonderabgaben auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Im Raum standen Zölle in Höhe von 10 bis 25 Prozent.

Handelsblatt Premium

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×