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28.08.2019

17:52

Sylvie Goulard

Frankreich nominiert Notenbankerin als EU-Kommissarin

Von: Tanja Kuchenbecker

Die ehemalige französische Verteidigungsministerin soll in der EU-Kommission ein einflussreiches Ressort übernehmen.

Die 54-Jährige gilt als Europaexpertin. AFP

Sylvie Goulard

Die 54-Jährige gilt als Europaexpertin.

Paris Als französische Verteidigungsministerin musste Sylvie Goulard vor zwei Jahren zurücktreten, nachdem sie durch eine Scheinbeschäftigungsaffäre innerhalb ihrer Partei Modem belastet worden war. Am Mittwoch nominierte Präsident Emmanuel Macron die Vizechefin der französischen Zentralbank als EU-Kommissarin. Sie würde damit eng mit der kürzlich ernannten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammenarbeiten.

In Brüssel ist Goulard gut vernetzt, ihr Ruf als Europaexpertin ist unumstritten. Die heute 54-Jährige gehörte im Jahr 1989 zum Team des französischen Außenministeriums, das mit der deutschen Wiedervereinigung befasst war. Später arbeitete sie als politische Beraterin des EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi.

Macron, der mit der Partei Modem verbündet ist, hält große Stücke auf die langjährige Europaabgeordnete. Schon im Präsidentschaftswahlkampf war sie seine außenpolitische Beraterin. Die aus Marseille stammende Juristin Goulard hat wie Macron die Eliteschule ENA besucht und spricht fließend Deutsch, Italienisch und Englisch.

Frankreich wünscht sich ein wichtiges Amt in der Kommission, etwa das für Wirtschaft. Bisher hatte es der Franzose Pierre Moscovici inne. Die Entscheidung liegt bei von der Leyen, die bis Mitte September ihr Team zusammenstellen will.

Mehr: Die neue Kommissionspräsidentin von der Leyen bastelt an ihrem Team. Die vielen Wünsche unter einen Hut zu bringen, wird ihr erster schwieriger Balanceakt.

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