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23.08.2018

15:09

TV-Interview

US-Präsident Trump prophezeit Crash an den Märkten – sollte er des Amtes enthoben werden

Von: Jannik Deters, Stefan Kaufmann

Der US-Präsident widerspricht im Fernsehen der eidesstattlichen Erklärung seines Ex-Anwalts – und äußert sich zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren.

Düsseldorf US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview den eidesstattlichen Aussagen seines Ex-Anwalts Michael Cohen direkt widersprochen. Er habe erst im Nachhinein von den Zahlungen an die beiden Frauen erfahren, sagte der US-Präsident in den vorab veröffentlichten Ausschnitten des konservativen US-Senders Fox News. Das Geld sei außerdem nicht aus den Töpfen zur Wahlkampffinanzierung gekommen. Es habe sich dabei um sein eigenes Geld gehandelt, so Trump.

In dem Interview äußerte er sich auch zu den Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren. „Ich weiß nicht, wie man jemanden aus dem Amt entfernen kann, der einen großartigen Job gemacht hat“, sagte Trump. Außerdem warnte er: Ein Impeachment würde einen „Crash“ an den Märkten verursachen.

Cohen hatte am Dienstag vor einem Gericht in New York ausgesagt, Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen seien „in Absprache mit einem Kandidaten für ein Bundesamt“ getätigt worden – Donald Trump.

Cohen war mehr als zehn Jahre ein enger Vertrauter Trumps gewesen. Jetzt überraschte der Präsident mit der Aussage, Cohen habe „keine großen Deals“ für ihn abgeschlossen. Er habe wenig direkten Kontakt zu ihm gehabt.

Dem Land gehe es besser als jemals zuvor, sagte er im Gespräch mit Interviewerin Ainsley Earhardt. „Wir haben die beste Wirtschaft, die wir je in der Geschichte unseres Landes hatten.“ Auf die Frage, welche Note er sich für seine ersten 20 Monate als US-Präsident geben würde, antwortete er: „ein A+“, also eine 1+.

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Als er das Amt übernommen habe, habe Vorgänger Barack Obama gedacht, „wir müssten in einen Krieg mit Nordkorea ziehen“. Davon sind die Vereinigten Staaten aktuell weit entfernt – nachdem Trump im ersten Amtsjahr allerdings permanent Drohgebärden an Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geschickt und mit einem militärischen Eingreifen gedroht hatte.

Die Mauer an der US-Grenze zu Mexiko werde kommen, sagte Trump. „Ich würde sogar gerne noch schneller bauen, aber mit den Demokraten zu verhandeln ist sehr hart.“

Auf Earhardts Frage, ob er erwäge, Paul Manafort zu begnadigen, wich Trump aus. Er habe großen Respekt dafür, was sein ehemaliger Wahlkampfmanager getan habe. Manafort wurde wegen Finanzbetrug in acht Fällen schuldig gesprochen. Ihm droht eine lange Haftstrafe – falls der Präsident ihn nicht begnadigt.

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