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21.10.2019

13:29

Twitter-Scherz

„Seien Sie kein Arsch, okay?“ – Hillary Clinton verspottet Trump mit falschem Kennedy-Brief

Von: Claudia Scholz

Hillary Clinton twittert einen Satirebrief, den angeblich Kennedy an Chruschtschow geschrieben hat. Damit macht sie sich über Trumps Brief an Erdogan lustig.

John F. Kennedy: Hillary Clinton verspottet Trump mit falschem Brief

Hillary Clinton und Donald Trump

US-Demokratin Hillary Clinton hat Donald Trumps Brief an den türkischen Präsidenten Erdogan parodiert.

Washington Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich mit einem Satirebrief voller Kraftausdrücke über US-Präsident Donald Trump lustig gemacht. Am Sonntag verbreitete die 71-Jährige einen Text über Twitter, der von der amerikanischen Sendung „Jimmy Kimmel Live“ stammt, mit den Worten: „In den Archiven gefunden.“

Dabei handelte es sich um einen falschen Brief des US-Präsidenten John F. Kennedy an den sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow. Dieser beginnt mit den Worten: „Seien Sie kein Arsch, ok? Holen Sie Ihre Raketen aus Kuba raus. Alle werden sagen: ‚Yay! Chruschtschow! Du bist der Beste!‘“ Entscheide sich der Sowjetchef anders, würden alle sagen „Was für ein Arschloch“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Sein „Müll-Land“ werde man als „Soviet Bunion“ bezeichnen, was auf Deutsch soviel wie Sowjet-Ballenzehe heißt. „Sie gehen mir wirklich auf den Sack“, setzt der falsche Kennedy in dem auf den 16. Oktober 1962 datierten Brief fort.

Während der Kubakrise im Oktober 1962 stand die Welt am Rande einer nuklearen Katastrophe. Die Sowjetunion hatte auf Kuba Raketen stationiert. Chruschtschow willigte in den Abzug der Raketen ein – unter der Bedingung, dass die USA nicht auf Kuba einmarschieren und ihre in der Türkei stationierten Atomraketen abtransportieren.

Mit der Verbreitung des Satirebriefes zielt Clinton auf die Kommunikation Donald Trumps beim Thema Syrien. Anfang Oktober hatte der US-Präsident einen eigenwilligen Brief an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geschickt. Darin hatte Trump Erdogan sehr direkt zu einer friedlichen Lösung im Nordsyrien-Konflikt ermahnt – und sich dabei einer eher undiplomatischen Sprache bedient: „Seien Sie kein harter Kerl. Seien Sie kein Narr!“

Am vergangenen Mittwoch hatten US-Medien eine Kopie des Schreibens veröffentlicht. „Lassen Sie uns einen guten Deal ausarbeiten“, beginnt der vom 9. Oktober datierte Brief – jenen Tag, an dem die Türkei mit ihrer hoch umstrittenen Militäroffensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien begann.

In Trumps Schreiben hieß es, Erdogan könne auf positive Weise in die Geschichte eingehen, wenn er in dem Konflikt richtig und menschlich handele. Andernfalls werde er als Teufel in die Geschichte eingehen.

Wie Trumps Brief („Ich werde Sie später anrufen“) endet auch das Satireschreiben, das Clinton nun verbreitete, mit den Worten: „(Ich) klingel dich später an. Umarmungen, John Fitzgerald Kennedy.“ (Mit dpa)

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Kommentare (4)

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Herr Helmut Metz

21.10.2019, 14:29 Uhr

Das für die Amerikaner weitaus wichtigere "Gezwitschere" stammt von der einzig verbliebenen wahrhaftigen und moralisch integren US-Demokratin - nämlich Tulsi Gabbard:

"Great! Thank you @HillaryClinton.YOU, THE QUEEN OF WARMONGERS, EMBODIMENT OF CORRUPTION, AND PERSONIFICATION OF THE ROT THAT HAS SICKENED THE DEMOCRATIC PARTY FOR SO LONG, have finally come out from behind the curtain. From the day I announced my candidacy, there has been a concerted campaign to destroy my reputation. We wondered who was behind it and why. Now we know — it was always you, through your proxies and powerful allies in the corporate media and war machine, afraid of the threat I pose.
It’s now clear that this primary is between you and me. Don’t cowardly hide behind your proxies. Join the race directly."
https://www.zerohedge.com/political/i-stand-against-everything-she-represents-gabbard-hammers-tired-sick-fragile-hillary

Besser geht es einfach nicht. Damit hat Tulsi Gabbard die schlimmste und bösartigste lebende Politikerin (noch vor Merkel) mit einfachen Worten entlarvt.
Die - in jeder Hinsicht linken - US-Demokraten haben nur noch eine einzige Chance: entweder sie nominieren Gabbard als Präsidentschaftkandidatin (von mir hier im Handelsblatt bereits vor einigen Jahren geschrieben!!) oder es werden nur noch Trümmer von ihnen übrig bleiben.

Herr Ingo Quentin

21.10.2019, 14:43 Uhr

@ Helmut Metz:

Danke für den HInweis auf den Tweet!

"THE QUEEN OF WARMONGERS, EMBODIMENT OF CORRUPTION, AND PERSONIFICATION OF THE ROT THAT HAS SICKENED THE DEMOCRATIC PARTY FOR SO LONG".

Ein wirklich schöne Beschreibung von Hillary Clinton!

Herr Frank Krebs

21.10.2019, 15:36 Uhr

Ausgerechnet "Crooked Hillary" !

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