Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

03.10.2022

07:46

Ukraine – Die Lage am Morgen

Russische Männer bei Fluchtversuch gestoppt und direkt an der Grenze zum Kriegsdienst eingezogen

Die Ukraine verzeichnet militärische Erfolge. Präsident Selenski bezeichnete die Annexionen mehrerer ukrainischer Gebiete durch Russland als bedeutungslos.

Eingezogene Rekruten der russischen Armee bei einer Übung. IMAGO/ITAR-TASS

Region Donezk

Eingezogene Rekruten der russischen Armee bei einer Übung.

Kiew, Moskau Angesichts jüngster Erfolge seiner Armee bei der Rückeroberung zwischenzeitlich besetzter Gebiete hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski die Annexionen durch Russland als bedeutungslos bezeichnet. „Sobald die ukrainische Flagge zurückgekehrt ist, erinnert sich niemand mehr an die russische Farce mit irgendwelchen Papieren und irgendwelchen Annexionen“, sagte Selenski in seiner Videoansprache in der Nacht zum Montag.

Zuvor war bekannt geworden, dass russische Truppen die strategisch wichtige Kleinstadt Lyman im östlichen Gebiet Donezk aufgeben mussten und die Ukrainer nun wieder die Kontrolle dort haben.

Rund sieben Monate nach Kriegsbeginn hatte Kremlchef Wladimir Putin am vergangenen Freitag neben Donezk auch die ukrainischen Gebiete Luhansk, Saporischschja und Cherson annektiert. Die völkerrechtswidrige Einverleibung der Regionen, die Russland in Teilen nicht einmal erobert hat, wird international nicht anerkannt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Sowohl Deutschland als auch die USA sicherten der Ukraine auch künftig Unterstützung bei der Befreiung ihres Landes zu.

    Der Präsident der Ukraine verkündete kurz nach den russischen Annexion militärische Erfolge. dpa

    Selenski

    Der Präsident der Ukraine verkündete kurz nach den russischen Annexion militärische Erfolge.

    Russland: Mehr als 180 Männer bei Fluchtversuch an Grenze einberufen

    Russland hat angesichts der Massenflucht vor der seit rund zehn Tagen laufenden Teilmobilmachung eigenen Angaben zufolge damit begonnen, wehrpflichtige Männer aktiv an der Ausreise zu hindern. Su wurden an der Grenze zum Nachbarland Georgien angeblich bereits mehr als 180 wehrpflichtige Männer bei der versuchten Flucht vor dem Einzug ins Militär gestoppt.

    Ihnen sei direkt am Grenzübergang Werchni Lars ein Einberufungsbescheid übergeben worden, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf das Militärkommissariat der an die Ex-Sowjetrepublik Georgien grenzenden russischen Region Nordossetien.

    Die von Kremlchef Putin am 21. September angeordnete Mobilmachung hat in Russland eine regelrechte Massenflucht ausgelöst. Zehntausende Männer flüchteten nicht nur nach Georgien im Südkaukasus, sondern beispielsweise auch in die zentralasiatischen Ex-Sowjetstaaten Kasachstan und Kirgistan.

    Lambrecht: Ukraine bekommt zusätzlich 16 Haubitzen aus Slowakei

    Verteidigungsministerin Christine Lambrecht kündigte für das kommende Jahr die Lieferung von 16 Radpanzerhaubitzen aus slowakischer Produktion an die Ukraine an. Die Systeme vom Typ Zuzana würden in der Slowakei produziert und gemeinsam mit Dänemark, Norwegen und Deutschland finanziert, sagte die SPD-Politikerin der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ nach der Rückkehr von ihrer ersten Reise in die Ukraine seit Kriegsbeginn am 24. Februar.

    In Odessa hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD, 2.v.r) mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Olexij Resnikow (r) den Getreidehafen besichtigt. dpa

    In der Ukraine

    In Odessa hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD, 2.v.r) mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Olexij Resnikow (r) den Getreidehafen besichtigt.

    US-Minister: Unterstützung für Ukraine „so lange wie nötig“

    Die USA sichern der Ukraine kontinuierliche Unterstützung zu – und das unabhängig vom weiteren Kriegsverlauf. Aktuell entwickelten sich die Kampfhandlungen positiv für die ukrainische Armee, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin im Nachrichtensender CNN. Es sei schwer, den weiteren Verlauf vorherzusagen, schränkte er ein. „Aber ich würde sagen, dass egal, in welche Richtung sich das entwickelt, wir den Ukrainer so lange wie nötig Sicherheitsunterstützung gewähren werden“, betonte er.

    So berichtet das Handelsblatt über den Ukraine-Krieg und die Folgen:

    Was am Montag wichtig wird

    Wenige Tage nach der von Kremlchef Putin verkündeten Annexion von vier ukrainischen Gebieten soll in Moskau voraussichtlich am Montag die Staatsduma die völkerrechtswidrigen Einverleibungen per Gesetz besiegeln. Unterdessen dürfte die ukrainische Armee ihre Rückeroberungsversuche nach der erfolgreichen Wiedereinnahme von Lyman fortsetzen.

    Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

    Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

    Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

    ×