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04.10.2022

09:23

Ukraine-Krieg

„Friedensplan“ von Elon Musk sorgt für Empörung

Der Tesla-Chef skizziert eine vermeintliche Lösung für ein Ende des russische Angriffskriegs. Der ukrainische Präsident Selenski und sein Botschafter in Berlin reagieren gereizt bis ausfallend.

Der Tesla-Chef sorgt mit Post zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine für Aufregung. Reuters

Twitter-Seite von Elon Musk

Der Tesla-Chef sorgt mit Post zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine für Aufregung.

Düsseldorf Tesla-Chef Elon Musk hat auf Twitter einen Lösungsvorschlag für ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zur Abstimmung gestellt – und damit hohe Wellen geschlagen. Der ukrainische Präsident Wolodimr Selenski reagierte ebenso wie Litauens Präsident Gitanas Nauseda mit scharfer Kritik.

Gar ausfällig wurde der aus Berlin scheidende ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: „Das einzige Resultat ist, dass kein Ukrainer jemals Ihren verdammten Tesla-Mist kaufen wird“, antwortete Melnyk dem Tesla-Chef auf Twitter. Und ergänzte kurz darauf: „Fick dich ist meine diplomatische Antwort an Sie.“

Musk hatte am Montag von den Vereinten Nationen (UN) überwachte Wahlen in den vier besetzten Regionen in der Süd- und Ostukraine – Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja – vorgeschlagen, die die Regierung in Moskau nach sogenannten Referenden vergangene Woche annektieren will. „Russland geht, wenn das der Wille des Volkes ist“, schrieb Musk am Montag auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Krim, die 2014 von Russland erobert wurde, solle laut Musk formell zu Russland gehören, die Wasserversorgung dort solle sichergestellt werden und die Ukraine bleibe neutral. Er bat die Twitter-Nutzer, mit „Ja“ oder „Nein“ über seinen Vorschlag abzustimmen.

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    Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski reagierte umgehend mit seiner eigenen Umfrage auf der Social Media Plattform. „Welchen Elon Musk mögen Sie mehr?“, twitterte er und bot zwei Antworten an: „Einen, die die Ukraine unterstützt“ oder „Einen, der Russland unterstützt“.

    Auch Litauens Präsident Nauseda meldete sich in dem Twitter-Streit zu Wort. „Lieber Elon Musk, wenn jemand versucht, die Räder deines Tesla zu stehlen, macht ihn das nicht zum rechtmäßigen Besitzer des Autos oder der Räder. Auch wenn sie behaupten, sie hätten für den Plan gestimmt. Ich sag's nur“, schrieb er auf seinem offiziellen Profil.

    Musk ließ auf seinen ersten Tweet eine weitere Umfrage folgen. „Versuchen wir es mal so: Der Wille der Menschen, die im Donbass und auf der Krim leben, sollte entscheiden, ob sie Teil Russlands oder der Ukraine sind.“

    Es sei ihm egal, ob sein Vorschlag unpopulär sei. Aber es sei ihm nicht egal, dass „dass Millionen von Menschen unnötig für ein im Wesentlichen identisches Ergebnis sterben könnten.“

    Russland habe mehr als die dreifache Bevölkerung der Ukraine, sodass ein Sieg der Ukraine in einem totalen Krieg unwahrscheinlich sei. „Wenn Ihnen die Menschen in der Ukraine am Herzen liegen, sollten Sie den Frieden suchen.“

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