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04.03.2022

14:29

Ukrainisch lernen

Ukrainisch-Kurse von Sprachapp-Anbietern extrem gefragt

Europaweit wächst die Hilfsbereitschaft für die Ukraine – immer mehr Menschen wollen Ukrainisch lernen. Wie die Sprachapp-Anbieter Duolingo und Babbel auf den Ansturm reagieren.

Sprachlern-Anbieter registrieren stark wachsendes Interesse an der ukrainischen Sprache. imago images/Stefan Zeitz

Geflüchtete aus der Ukraine

Sprachlern-Anbieter registrieren stark wachsendes Interesse an der ukrainischen Sprache.

Düsseldorf Wegen der Invasion der Ukraine verlassen hunderttausende Menschen das Land, darunter vor allem Frauen und Kinder. Sie fliehen in Richtung der westlichen Nachbarländer, nach Polen, Rumänien, Ungarn, Moldawien und in die Slowakei.

Erste Geflüchtete sind bereits in andere europäische Staaten gereist, die nicht direkt an die Ukraine grenzen. So erreichten in den vergangenen Tagen hunderte Menschen den Berliner Hauptbahnhof und wurden dort von Helfern empfangen.

Ukrainisch lernen: Duolingo-Nutzer verdreifachen sich

Neben der Versorgung mit Kleidung, Essen und Unterkunft interessieren sich offenbar immer mehr Menschen auch dafür, die ukrainische Sprache zu lernen. Das zeigen die Daten von Sprachlern-Anbietern wie Duolingo und Babbel. Sie legen nahe, dass besonders in den Nachbarstaaten der Ukraine das Interesse wächst.

So erklärte etwa Duolingo, einer der führenden Online-Sprachlerndienste, seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sei ein deutlich größeres Interesse am Ukrainisch-Programm des Unternehmen zu verzeichnen. „Wir sehen global einen Zuwachs um 200 Prozent“, sagte Orlina Miller von Duolingo Deutschland dem Handelsblatt.

Die meisten Menschen, die Ukrainisch über Duolingo lernen, leben demnach in den USA. Polen, das Nachbarland der Ukraine, liegt mittlerweile auf Platz zwei, dort sei der Zuwachs besonders stark, so Miller. Insgesamt habe Ukrainisch einen Sprung im User-Ranking gemacht, von Platz 33 auf Platz 21 von 40 angebotenen Sprachen.

Babbel arbeitet an neuem Ukrainisch-Angebot

Auch der deutsche Duolingo-Konkurrent Babbel sieht sich mit einer hohen Nachfrage nach Ukrainisch-Angeboten konfrontiert, sagte Sprecher Christian Hillemeyer dem Handelsblatt. Bisher bietet der Dienst kein Ukrainisch-Programm an. „Wir registrieren hier aber eine ziemlich deutliche Nachfrage“, so Hillemeyer und ergänzt, dass Babbel in einigen Wochen ein Angebot für Menschen mit Ukrainisch-Kenntnissen anbieten will, die damit Deutsch und Englisch lernen können.

Babbel plant derweil auch, die Nutzung der Sprachlernangebote für Geflüchtete aus der Ukraine kostenlos zu machen. Menschen mit Vorkenntnissen in anderen Sprachen könnten so außerdem etwa Polnisch oder Deutsch lernen.

Von

tse

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