Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

04.11.2022

14:45

US-Präsidentschaftswahlen 2024

„Macht Euch bereit“: Trump schürt Spekulation über erneute Kandidatur – Bekanntgabe am 14. November?

Von: Annett Meiritz, Timm Seckel

PremiumDer Ex-US-Präsident hat zuletzt immer wieder Gerüchte über sein erneutes Antreten befeuert. Nun könnte es ernst werden – obwohl Trump in Umfragen schlecht abschneidet.

Zur Unterstützung der Republikaner tourt Trump bereits wieder durch die USA. dpa

Donald Trump

Zur Unterstützung der Republikaner tourt Trump bereits wieder durch die USA.

Washington Donald Trump lässt kaum noch Zweifel offen, dass er bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 erneut als Kandidat antritt. „Um unser Land erfolgreich, sicher und glorreich zu machen, werde ich es sehr, sehr, sehr wahrscheinlich wieder tun“, sagte der 76-jährige Ex-Präsident am Donnerstag auf einer Wahlkampfveranstaltung. „Macht euch bereit. Das ist alles, was ich euch sage. Sehr bald. Seid bereit.“

Das Nachrichtenportal Axios meldete am Freitag, im inneren Zirkel von Trumps Team werde eine Kandidatur-Bekanntgabe am 14. November diskutiert – also knapp eine Woche nach den Kongresswahlen. Der Republikaner sei sich bei dem Datum aber noch nicht sicher, weshalb dieses noch nicht feststehe, hieß es in dem Bericht, der sich auf drei in die Gespräche eingeweihte Personen berief.

Trump hatte die Wahl 2020 nach nur einer Amtszeit gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verloren. Bis heute wiederholt er aber die unbewiesene Behauptung, seine Niederlage sei nur wegen Wahlbetrugs zustande gekommen.

Nach wie vor ist sein Einfluss in der Republikanischen Partei immens. In den vergangenen Monaten kokettierte er bei zahlreichen Gelegenheiten damit, einen erneuten Anlauf auf das Weiße Haus zu nehmen.

Trump könnte möglichen Rückenwind aus Midterms nutzen

Kurz vor Trumps Auftritt am Donnerstag sagten mehrere Vertraute des Ex-Präsidenten bereits der Nachrichtenagentur Reuters, er wolle womöglich den erwarteten Rückenwind für die Republikaner bei den Kongresswahlen nutzen, um eine Kandidatur anzukündigen.

Eine mit Trumps Plänen vertraute Person sagte, der Ex-Präsident wolle seine Wiederwahlkampagne kurz nach den Kongress-Wahlen am kommenden Dienstag ankündigen. Trump habe sich nach potenziellen Mitarbeitern umgesehen. Die Person sagte, sie sei von Trumps Team kontaktiert worden, um das Interesse an einer Zusammenarbeit auszuloten.

USA

Trump zur Kandidatur 2024: „Ich werde es sehr, sehr, sehr wahrscheinlich wieder tun“

USA: Trump zur Kandidatur 2024: „Ich werde es sehr, sehr, sehr wahrscheinlich wieder tun“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Mit der Bekanntgabe einer Kandidatur bereits in den kommenden Wochen könnte Trump auch potenzielle Konkurrenten in seiner Partei ausbremsen, sagten die Berater. Unter anderem gilt Ron de Santis, Gouverneur von Florida, als potenziell erfolgreicher Präsidentschaftsbewerber.

Sie hielten es jedoch auch für möglich, dass Trump die Entscheidung über eine Bewerbung auch noch hinauszögern könnte. „Er wird wollen, dass die Spekulationen monatelang andauern“, sagte eine Person mit Verbindungen zu Trump. Ein Sprecher Trumps äußerte sich dazu zunächst nicht.

Umfragen zufolge ist es sehr wahrscheinlich, dass die Republikaner am Dienstag die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus gewinnen. Auch auf die Kontrolle über den Senat können sie sich Hoffnungen machen.

Derzeit sind die Demokraten in beiden Kammern an der Macht. Ihnen setzt aber insbesondere die hohe Inflation zu sowie der niedrige Zuspruch, den Biden für seine Politik erhält. Zuletzt lagen seine Beliebtheitswerte bei 40 Prozent. Doch auch Trump schneidet nicht viel besser ab. In einer Umfrage von Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos vom Oktober kam er auf 41 Prozent.

Bei den anstehende Zwischenwahlen unterstützt Trump Dutzende Kandidatinnen und Kandidaten finanziell aus seinem Anwesen in Mar-a-Lago. Die Senatsrennen in den Bundesstaaten Pennsylvania, Ohio, Georgia und Arizona gelten als besonders spannend - dort gibt es bislang keine klaren Favoriten. Ein Durchmarsch von Trumps Kandidaten könnte sein Standing weiter festigen, er könnte dann für die Republikaner als alternativlos gelten. 

Auch US-Präsident Biden hat sich bislang nicht öffentlich festgelegt, ob er  2024 erneut kandidieren würde. Biden will „sich um eine zweite Amtszeit bemühen“, will dies aber nach den Midterms entscheiden, sagte der Präsident dem Sender CNN. „Ich glaube, ich könnte Trump noch einmal schlagen“, erklärte er. Biden wird am 20. November 80 Jahre alt. Amerika scheint indes ermüdet von einem potenziellen Duell der Männer: Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP wollen nur 3 von 10 US-Bürgern, dass entweder Biden oder Trump für das Präsidentenamt 2024 kandidieren. 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×