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03.12.2019

03:15

Konkurrenten im Kampf um die nächste US-Präsidentschaft. AFP

Donald Trump, Michael Bloomberg (v.re.)

Konkurrenten im Kampf um die nächste US-Präsidentschaft.

US-Wahlkampf

Trump-Team schließt Bloomberg-Journalisten von Wahlkampfauftritten aus

Das Wahlkampfteam des US-Präsidenten wirft dem Medienkonzern des demokratischen Mitbewerbers Michael Bloomberg Parteilichkeit vor und will Konsequenzen ziehen.

Washington Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Michael Bloomberg sollen keinen Pressezugang zu den Wahlkampfveranstaltungen von Amtsinhaber Donald Trump erhalten.

Das Team des Republikaners teilte am Montag mit, man werde Vertretern von Bloomberg News für Wahlkampfauftritte Trumps und andere Veranstaltungen keine Akkreditierungen mehr ausstellen. Ob und wie das Team mit Anfragen des Medienkonzerns oder einzelnen seiner Reporter umgehe, werde von Fall zu Fall entschieden.

Bloomberg News habe „ihre Parteilichkeit offen bekanntgegeben“, erklärte der Wahlkampfmanager des Republikaners, Brad Parscale, zur Begründung. „Als Präsident Trumps Wahlkampfteam sind wir unfaire Berichterstattungspraktiken gewohnt, aber die meisten Nachrichtenorganisationen verkünden ihre Neigungen nicht so öffentlich.“

Trump hat auf Twitter neue Attacken gegen Bloomberg geführt. „Mini Mike Bloomberg hat seine drittklassige Nachrichtenorganisation angewiesen, weder gegen ihn noch einen anderen Demokraten zu recherchieren, sondern nur Präsident Trump zu verfolgen“, twitterte der Präsident am späten Montagabend (Ortszeit). „Die scheiternde New York Times hält dies für OK, da ihr Hass und Vorurteil so groß sind, dass sie nicht geradeaus gucken kann. Und das ist nicht OK!“

Michael Bloomberg hatte vor wenigen Tagen offiziell verkündet, dass er ins Präsidentschaftsrennen seiner Partei einsteigen will und Trump bei der Wahl 2020 herausfordern möchte. Der 77-Jährige ist Gründer des nach ihm benannten Finanz- und Medienunternehmens und gilt als einer der reichsten Männer der Welt.

Bloomberg News kündigte nach der Bekanntgabe der Ambitionen seines Eigentümers an, zwar über den Wahlkampf von Bloomberg und dessen demokratischen Mitbewerbern zu berichten, aber auf investigative Recherchen zu ihnen zu verzichten. Für Trump gelte dieser Verzicht nicht, hieß es.

Trumps Wahlkampfmanager Parscale sagte, mit dieser Entscheidung werde eine Vorzugsbehandlung bei der Berichterstattung formalisiert. Bloomberg-Journalisten würden so lange nicht zu Trump-Events zugelassen, bis sie zurückgenommen werde.

Der Fernsehsender CNN verbreitete am Montag eine Stellungnahme des Chefredakteurs von Bloomberg News, John Micklethwait, in der dieser die Befangenheitsvorwürfe vehement zurückwies: „Wir haben über Donald Trump fair und unvoreingenommen berichtet, seit er 2015 Kandidat wurde, und werden das weiter so machen – trotz der von der Trump-Wahlkampfleitung verhängten Restriktionen“, sagte er.

Im Februar beginnen in den USA die Vorwahlen zu der eigentlichen Präsidenten- und Kongresswahl Anfang November 2020.

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