Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

27.09.2019

06:40

USA

Trump-Regierung will deutlich weniger Flüchtlinge aufnehmen

Die USA planen, in den nächsten Monaten maximal 18.000 Asylsuchende ins Land zu lassen. Damit senken sie die Aufnahmegrenze abermals drastisch.

Die Regierung des US-Präsidenten hat die Aufnahmebereitschaft für Schutzsuchende aus aller Welt in den vergangenen Jahren drastisch gesenkt. AP

Donald Trump

Die Regierung des US-Präsidenten hat die Aufnahmebereitschaft für Schutzsuchende aus aller Welt in den vergangenen Jahren drastisch gesenkt.

New York Die US-Regierung will die ohnehin schon historisch niedrige Grenze für die Aufnahme neuer Flüchtlinge abermals senken. Im Wirtschaftsjahr 2020 (Oktober 2019 bis September 2020) sollen höchstens 18.000 Menschen ins Land gelassen werden, wie das Außenministerium am Donnerstag erklärte. Im nun schon fast abgelaufenen Wirtschaftsjahr liegt die Grenze bei 30.000 Flüchtlingen.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hat die Aufnahmebereitschaft für Schutzsuchende aus aller Welt in den vergangenen Jahren drastisch gesenkt. Unter der Vorgängerregierung von Barack Obama hatten weitaus höhere Aufnahmegrenzen gegolten.

Die anvisierte Obergrenze von 18.000 Flüchtlingen wäre die niedrigste seit Einführung des US-Flüchtlingsprogramms im Jahr 1980. Das Außenministerium bezeichnete die USA dennoch als „erbarmungsvollste und großzügigste Nation in der Geschichte“.

Ein „verantwortungsbewusster Umgang“ mit Flüchtlingen ziele darauf ab, dass die Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückkehren können, um dort beim Wiederaufbau zu helfen, erklärte Trump. Für seinen harten Kurs in der Migrationspolitik bekommt er von Anhängern viel Zuspruch, es gibt aber auch massive Kritik. Ein großer Streitpunkt ist die Grenze zu Mexiko, die Trump abriegeln will. Um den Bau einer Grenzmauer finanzieren zu können, hatte Trump den Nationalen Notstand verhängt.

Die US-Regierung will sich künftig auf die Aufnahme von zwei Flüchtlingsgruppen konzentrieren: Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden – und Iraker, die dem US-Militär in dem Land geholfen haben und dadurch in Gefahr geraten sind, wie aus der Erklärung des Außenministeriums hervorgeht.

Aus Honduras, Guatemala und El Salvador hingegen sollen maximal 1500 Flüchtlinge aufgenommen werden. Die USA wollen erreichen, dass insbesondere Menschen aus diesem „nördlichen Dreieck“ Mittelamerikas in anderen Ländern Asyl beantragen.

Vor diesem Hintergrund haben die Vereinigten Staaten erst mit Guatemala und nun auch mit El Salvador und Honduras Migrationsabkommen geschlossen, um die Zuwanderung an der US-Südgrenze zu Mexiko einzudämmen.

Mehr: Donald Trump soll die Einmischung der Ukraine in den US-Wahlkampf konkret erbeten haben. Das macht ein Impeachment-Verfahren wahrscheinlicher.

Handelsblatt Premium

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×