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28.08.2019

08:05

Donald Trump verteidigte den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. AP

Donald Trump

Donald Trump verteidigte den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro.

USA

Trump will offenbar Regenwälder in Alaska abholzen lassen

Der US-Präsident plant einem Bericht zufolge, das Abholzungsverbot im größten Wald der Vereinigten Staaten zu lockern. Es geht um eine Fläche von rund 3,8 Millionen Hektar.

Düsseldorf US-Präsident Donald Trump will offenbar Regenwälder in Alaska zur Abholzung freigeben. Dazu soll er seinen Landwirtschaftsminister Sonny Perdue angewiesen haben. Das berichtet die „Washington Post“.

Demnach soll eine Fläche von etwa 3,8 Millionen Hektar im Tongass National Forest von einem Abholzungsverbot ausgenommen werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher noch nicht.

Der Tongass National Forest ist mit einer Fläche von 69 Millionen Hektar der größte Wald in den Vereinigten Staaten. Es handelt sich auch um einen der weltweit größten intakten gemäßigten Regenwaldgebiete. Eine teilweise Abholzung würde die Region für Energie und Bergbauprojekte öffnen. Das Abholzungsverbot war nach einem jahrelangen Streit 2001 vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton durchgesetzt worden.

Trump bezeichnete sich erst kürzlich selbst als einen ausgewiesenen „Umweltschützer“, der „mehr über die Umwelt weiß, als die meisten Menschen“. Das erklärte er am Montag beim G7-Gipfel in Biarritz auf die Frage. Die USA verfügten „unter ihren Füßen“ über einen gewaltigen Reichtum, den er nicht für „Träume“ und „Windmühlen“ verlieren werde, so Trump.

Der US-Präsident schaltete sich zuletzt bereits in die Diskussion um den wegen seiner Umweltpolitik umstrittenen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. „Ich habe Präsident Jair Bolsonaro gut kennengelernt“, twitterte er. „Er arbeitet sehr hart wegen der Brände im Amazonasgebiet und macht einen großartigen Job für das brasilianische Volk.“

In Brasilien wüten die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar stieg die Zahl der Feuer und Brandrodungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach den jüngsten Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE um 80 Prozent.

Die G7-Staaten wollen mit einem Notfallfonds den Kampf gegen die im Amazonas-Regenwald wütenden Brände unterstützen. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich bei ihrem Gipfel in Biarritz darauf, dafür 20 Millionen Dollar bereitzustellen.

Mehr: Brasilien zu isolieren hilft dem brennenden Regenwald nicht, kommentiert unser Südamerika-Korrespondent Alexander Busch.

Von

rot

Kommentare (3)

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Herr Hans Henseler

28.08.2019, 10:18 Uhr

Welche Sanktionen werden wir einfuehren?

Herr Hans Schönenberg

28.08.2019, 12:19 Uhr

Herr Henseler: wir werden weiterhin nur mit Sorge zuschauen, wie bei allem anderen auch. Herr Trump kann nur durch die amerikanische Bevölkerung gestoppt werden. Aber: dieses große Land hat offensichtlich eine eigene Sichtweise auf die Natur. Wir in Deutschland und Teilen von Europa leben viel dichter zusammen; da wirken sich Entscheidungen die Natur betreffend viel schneller aus. Man sollte auch nicht vergessen, dass z.B. Kanada teilweise auch nicht zimperlich mit seiner Natur umgeht.

Herr Holger Freund

28.08.2019, 17:19 Uhr

Nur keine Bange wir in Deutschland werden eben noch mehr CO² einsparen. Können wir hier alles neutralisieren. (Ironie aus)

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