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03.12.2022

19:37

Verteidigung

US-Militär stellt futuristischen Tarnkappenbomber vor

Die B-21 Raider wurde über Jahre geheim entwickelt. Das Flugzeug kann konventionelle sowie nukleare Munition transportieren und soll dabei durch seine Tarnfähigkeit nur schwer sichtbar sein.

Das Militärflugzeug wurde über Jahre im Geheimen entwickelt. Reuters

B-21 Raider

Das Militärflugzeug wurde über Jahre im Geheimen entwickelt.

Los Angeles Im Beisein von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin wurde der Tarnkappenbomber B-21 Raider des US-Herstellers Northrop Grumman am Freitag (Ortszeit) in der schwer bewachten Militär-Entwicklungsanlage in Palmdale nördlich von Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) vorgestellt. Das US-Militär hat das über Jahre geheim entwickelte Kampfflugzeug nun enthüllt.

Eingetaucht in blaues Licht und begleitet von Filmmusik und Beifall sei der Bomber aus einem Hangar gezogen worden, beschrieb ein Reporter der „Washington Post“ den Vorgang, dem Medienvertreter unter strengen Auflagen beiwohnen durften. Mit der gedrungenen, fließenden Form vom Cockpit zu den Tragflächen erinnert die B-21 an eine cineastische Ufo-Darstellung - oder auch an Fledermaus-Schwingen direkt aus dem „Batman“-Fuhrpark.

Die B-21 sei dafür entwickelt, konventionelle wie nukleare Munition tragen und mit eindrucksvoller Präzision abwerfen zu können, sagte Verteidigungsminister Austin in einer Ansprache. 50 Jahre Technologie zur geringen Sichtbarkeit von Flugobjekten seien in den Tarnkappenjet geflossen.

„Selbst die ausgeklügeltsten Luftverteidigungssysteme werden Schwierigkeiten haben, die B-21 im Himmel ausfindig zu machen.“ Zudem sei der Bomber so entwickelt, dass er gut gewartet werden und lange im Einsatz bleiben könne, so Austin.

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    Aktuell befindet sich der futuristische Bomber nach Angaben der „Washington Post“ in einer Boden-Testphase. Ein erster Testflug soll für das kommende Jahr geplant sein. Die US-Luftwaffe plane anschließend mit mindestens 100 Exemplaren, hieß es weiter. Damit lägen die geschätzten Kosten des Programms bei mindestens 80 Milliarden US-Dollar, wobei der erwartete Preis laut der US-Luftwaffe in den vergangenen Jahren wiederholt gestiegen war.

    Von

    dpa

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