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Vor Regierungsbildung

Amt des italienischen Ministerpräsidenten im ständigen Wandel

VonA. Wehnert

Seit dem Jahr 2000 sind acht italienische Ministerpräsidenten an Machtkämpfen und ihrer eigenen Politik gescheitert. Galerie der Glücklosen.

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25. April 2000: Giuliano Amato wird italienischer Regierungschef. Der Parteilose folgt auf Massimo D'Alema, der wegen den miserablen Ergebnissen seiner Partei bei den Regionalwahlen zurückgetreten war. Amatos Kabinett wird im Parlament von acht Mitte-links-Parteien getragen und bleibt ein Jahr lang im Amt. Bei den Parlamentswahlen 2001 kann sich das Mitte-links-Bündnis nicht mehr durchsetzen. Reuters

Giuliano Amato

25. April 2000: Giuliano Amato wird italienischer Regierungschef. Der Parteilose folgt auf Massimo D'Alema, der wegen den miserablen Ergebnissen seiner Partei bei den Regionalwahlen zurückgetreten war. Amatos Kabinett wird im Parlament von acht Mitte-links-Parteien getragen und bleibt ein Jahr lang im Amt. Bei den Parlamentswahlen 2001 kann sich das Mitte-links-Bündnis nicht mehr durchsetzen.

Bild: Reuters

Das Mitte-rechts-Wahlbündnis „Casa delle Libertà“ entscheidet die Parlamentswahlen 2001 für sich. Silvio Berlusconi ist bis heute der letzte italienische Regierungschef, der über die volle Legislaturperiode im Amt bleibt.  Allerdings muss auch er 2005 sein Kabinett umbilden, da das Mitte-rechts-Bündnis die Regionalwahlen verliert. dpa

Silvio Berlusconi

Das Mitte-rechts-Wahlbündnis „Casa delle Libertà“ entscheidet die Parlamentswahlen 2001 für sich. Silvio Berlusconi ist bis heute der letzte italienische Regierungschef, der über die volle Legislaturperiode im Amt bleibt. Allerdings muss auch er 2005 sein Kabinett umbilden, da das Mitte-rechts-Bündnis die Regionalwahlen verliert.

Bild: dpa

Bei den Parlamentswahlen 2006 erhält Romano Prodis Bündnis „L'Unione“ im Senat nur eine knappe Mehrheit. Nachdem Justizminister Clemente Mastella im Januar 2008 wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten muss, entzieht dessen Partei der Regierungskoalition die Unterstützung. Prodi verliert daraufhin die Vertrauensabstimmung im Senat und tritt nach nicht einmal zwei Jahren zurück. Er wird abgelöst von... Reuters

Romano Prodi

Bei den Parlamentswahlen 2006 erhält Romano Prodis Bündnis „L'Unione“ im Senat nur eine knappe Mehrheit. Nachdem Justizminister Clemente Mastella im Januar 2008 wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten muss, entzieht dessen Partei der Regierungskoalition die Unterstützung. Prodi verliert daraufhin die Vertrauensabstimmung im Senat und tritt nach nicht einmal zwei Jahren zurück. Er wird abgelöst von...

Bild: Reuters

... Berlusconi, der zum insgesamt vierten Mal Regierungschef wird. Er hält trotz zahlreicher Krisen und persönlicher Entgleisungen drei Jahre lang durch. Doch 2011 muss er unter anderem auf Drängen der EZB und einiger Euro-Staaten gehen. Grund sind mangelnde Sparanstrengungen während der Schuldenkrise im Euroraum. Reuters

Silvio Berlusconi

... Berlusconi, der zum insgesamt vierten Mal Regierungschef wird. Er hält trotz zahlreicher Krisen und persönlicher Entgleisungen drei Jahre lang durch. Doch 2011 muss er unter anderem auf Drängen der EZB und einiger Euro-Staaten gehen. Grund sind mangelnde Sparanstrengungen während der Schuldenkrise im Euroraum.

Bild: Reuters

Berlusconis Nachfolger wird der parteilose Mario Monti, der mit seinem Kabinett aus Experten einen rigorosen Sparkurs durchsetzen will. Nachdem Berlusconis Partei „Il Popolo della Libertà“ ihm im Dezember 2012 nicht mehr das Vertrauen ausspricht, tritt Monti zurück. Auf Drängen von Staatspräsident Napolitano bleibt er noch bis zu den Neuwahlen im Februar 2013 geschäftsführend im Amt. AP

Mario Monti

Berlusconis Nachfolger wird der parteilose Mario Monti, der mit seinem Kabinett aus Experten einen rigorosen Sparkurs durchsetzen will. Nachdem Berlusconis Partei „Il Popolo della Libertà“ ihm im Dezember 2012 nicht mehr das Vertrauen ausspricht, tritt Monti zurück. Auf Drängen von Staatspräsident Napolitano bleibt er noch bis zu den Neuwahlen im Februar 2013 geschäftsführend im Amt.

Bild: AP

Die Neuwahlen 2013 bringen Italien in eine politische Pattsituation. Enrico Letta wird Vorsitzender einer großen Koalition aus seiner Demokratischen Partei und Berlusconis PdL. Bereits im September kündigen allerdings fünf Minister der PdL ihren Rücktritt an. Beobachter vermuten ein Machtspiel Berlusconis, das jedoch scheitert. Allerdings kritisiert Lettas eigener Parteichef Matteo Renzi dessen angeblich mangelnden Reformwillen und bewegt ihn nach nur zehn Monaten zum Rücktritt. dpa

Enrico Letta

Die Neuwahlen 2013 bringen Italien in eine politische Pattsituation. Enrico Letta wird Vorsitzender einer großen Koalition aus seiner Demokratischen Partei und Berlusconis PdL. Bereits im September kündigen allerdings fünf Minister der PdL ihren Rücktritt an. Beobachter vermuten ein Machtspiel Berlusconis, das jedoch scheitert. Allerdings kritisiert Lettas eigener Parteichef Matteo Renzi dessen angeblich mangelnden Reformwillen und bewegt ihn nach nur zehn Monaten zum Rücktritt.

Bild: dpa

Matteo Renzi tritt sein Amt am 22. Februar 2014 an. Er plant eine grundlegende Reform des italienischen Staates und ein neues Wahlgesetz. Nachdem das Verfassungsreferendum in Italien 2016 scheitert, nimmt Renzi am 7. Dezember seinen Hut. Reuters

Matteo Renzi

Matteo Renzi tritt sein Amt am 22. Februar 2014 an. Er plant eine grundlegende Reform des italienischen Staates und ein neues Wahlgesetz. Nachdem das Verfassungsreferendum in Italien 2016 scheitert, nimmt Renzi am 7. Dezember seinen Hut.

Bild: Reuters

Paolo Gentiloni übernimmt am 12. Dezember 2016 die Regierungsgeschäfte von Renzi. Gentiloni war unter Renzi Außenminister und übernimmt die meisten seiner Kabinettskollegen. Laut Bürgerbefragungen ist Gentiloni vor den Parlamentswahlen im März 2018 der beliebteste italienische Politiker. Doch schon bevor seine Demokratische Partei bei der Wahl den Populisten und Rechtskonservativen unterliegt, gilt eine erneute Amtszeit Gentilonis als unwahrscheinlich. AP

Paolo Gentiloni

Paolo Gentiloni übernimmt am 12. Dezember 2016 die Regierungsgeschäfte von Renzi. Gentiloni war unter Renzi Außenminister und übernimmt die meisten seiner Kabinettskollegen. Laut Bürgerbefragungen ist Gentiloni vor den Parlamentswahlen im März 2018 der beliebteste italienische Politiker. Doch schon bevor seine Demokratische Partei bei der Wahl den Populisten und Rechtskonservativen unterliegt, gilt eine erneute Amtszeit Gentilonis als unwahrscheinlich.

Bild: AP

Nächster italienischen Ministerpräsident könnte jetzt Giuseppe Conti werden. Die designierten Regierungsparteien einigten sich auf den Universitätspräsident und Rechtsanwalt als gemeinsamen Kandidaten. dpa

Giuseppe Conte

Nächster italienischen Ministerpräsident könnte jetzt Giuseppe Conti werden. Die designierten Regierungsparteien einigten sich auf den Universitätspräsident und Rechtsanwalt als gemeinsamen Kandidaten.

Bild: dpa

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