MenüZurück
Wird geladen.

22.05.2019

13:44

Was ist der Brexit? Einfache Erklärung des britischen EU-Austritts dpa

Brexit

Am 01. November soll Großbritannien aus der EU ausscheiden.

Was ist der Brexit?

Der EU-Austritt Großbritanniens kurz erklärt

Von: Sören Imöhl, Gero Berndt

Der Brexit wirft viele Fragen auf. Was heißt „Brexit“ und wie kam es zu dem Entscheid? Lesen Sie hier eine einfache und kurze Erklärung rund um die Thematik des Brexits.

Der Brexit beherrscht zurzeit das Tagesgeschehen. Sowohl die Vertreter der EU als auch die Regierung von Großbritannien ringen in langwierigen Verhandlungen um ein für alle Parteien zufriedenstellendes Austrittsabkommen.

Doch was bedeutet eigentlich Brexit? Und wie kam es zum Brexit? – der britische EU-Austritt kurz und einfach erklärt.

Definition/Erklärung: Was ist der Brexit?

Der Begriff „Brexit“ ist ein Kunstbegriff, welchen die Medien zu Beginn der Berichterstattung zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) etablierten. Er setzt sich aus den beiden Wörtern „Britain“ (deutsch: Großbritannien) und „Exit“ (deutsch: im Sinne von Austritt oder Ausstieg) zusammen.

Wie kam es zum Brexit?

Am 23. Januar 2013 rief Großbritanniens damaliger Premierminister David Cameron ein Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU aus.

Zweieinhalb Jahre später, am 23. Juni 2016, stimmten die Briten in diesem Referendum über die weitere Zukunft Großbritanniens ab.

Eine knappe Mehrheit der Briten von rund 52 Prozent entschied sich damals für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union.

Seitdem stehen Großbritannien und die EU auf zahlreichen Sondergipfeln in langwierigen Verhandlungen für einen passenden Austrittsvertrag.

Die heutige britische Premierministerin Theresa May hält derweil am Brexit fest und versucht die Zustimmung des britischen Unterhauses und der Abgeordneten für ein Austrittsabkommen zu erhalten.

Auch die Verhandlungen innerhalb des britischen Parlaments für den Austritt aus der EU gestalten sich überaus kompliziert.

Die bisherigen Vorschläge von Premierministerin Theresa May für einen Austrittsvertrag wurde vom britischen Unterhaus abgehlehnt.

Was passiert beim Brexit?

Der Brexit bedeutet, dass das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausscheidet.

Der Austritt Großbritanniens ist seit dem Referendum vom 23. Juni 2016 beschlossene Sache, trotzdem konnten sich die Europäische Union und die britische Regierung noch nicht auf einen Austrittsvertrag einigen – und das trotz aller Sondergipfel und bisherigen Austrittsverhandlungen.

Auch innenpolitisch ist der Brexit ein äußerst kontroverses Thema, da viele Briten und auch viele Abgeordnete im britische Unterhaus weiterhin in der EU bleiben wollen.

Premierministerin Theresa May präsentierte den Abgeordneten bereits einige Vorschläge für den EU-Austritt. Diese wurden allerdings abgelehnt.

Das eigentliche Austrittsdatum, der 29. März 2019, ist aufgrund der Uneinigkeit in Großbritannien bereits zwei Mal aufgeschoben worden – aktuell gilt der 1. November 2019 als offizieller Austrittstermin des Vereinigten Königreichs.

Somit gehen die Austrittsverhandlungen zwischen der Europäische Union und Großbritannien erneut in die Verlängerung.

Seit wann ist Großbritannien in der EU?

Das Vereinigte Königreich ist im Jahr 1973 dem Vorgänger der EU, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), beigetreten.

Das heißt, dass Großbritannien seine Mitgliedschaft im europäischen Staatenbund nach nun 46 Jahren beenden möchte.

Was könnten die Folgen des Brexits sein?

Der EU-Austritt Großbritanniens könnte schwerwiegende Folgen, nicht nur für das Vereinigte Königreich, sondern auch für die EU und auch für Deutschland haben.

Dies beschränkt sich nicht nur auf wirtschaftliche Faktoren, sondern auch auf das gesellschaftliche Zusammensein in der Europäischen Union, da mit Großbritannien ein wichtiges Land den europäischen Staatenbund verlässt.

Um die Folgen für Großbritannien, die EU und Deutschland möglichst erträglich zu gestalten, stehen alle beteiligten Parteien in ständigen Verhandlungen.

Auf zahlreichen Sondergipfeln beraten Vertreter aller Parteien über das genaue Vorgehen beim Brexit und über ein dafür passendes Austrittsabkommen.

Durch ein passendes Austrittsabkommen möchte man den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs und die entstehenden Folgen bestmöglich koordinieren.

Dennoch besteht weiterhin die Gefahr eines ungeordneten Brexits, eines sogenannten „No-Deal-Brexits“.

Dieser würde eintreten, sollte man sich bei kommenden Brexit-Sondergipfeln und bei den Verhandlungen im britischen Unterhaus auf kein Austrittsankommen einigen können.

Das Vereinigte Königreich würde in diesem Falle ungeordnet aus der Europäische Union ausscheiden. Premierministerin Theresa May versucht einen solchen ungeregelten Brexit zu verhindern.

Wie wirkt sich der Brexit auf die Europawahl 2019 aus?

Zahlreiche Abgeordnete im britischen Unterhaus wollen eine Teilnahem des Vereinigten Königreichs an der Europawahl 2019 zwischen dem 23. Mai 2019 und dem 26. Mai 2019 unbedingt verhindern.

Die Regierung um Großbritanniens Premierministerin Theresa May gab zuletzt allerdings die Teilnahme des Vereinigten Königreichs an der Europawahl bekannt. Die Briten stimmen also auch über die Zusammensetzung des EU-Parlaments ab.

Damit steht nun fest, dass ein Brexit zum 22. Mai 2019 nun vom Tisch ist.

Video zum aktuellen Stand des Brexits

„New Deal“ in Großbritannien

Theresa May stellt zweites Brexit-Referendum in Aussicht

„New Deal“ in Großbritannien: Theresa May stellt zweites Brexit-Referendum in Aussicht

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Brexit 2019

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×