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21.01.2022

15:00

Wasserstoffstrategie

Ampelregierung behält Wasserstoffbeauftragten der GroKo – trotz CDU-Parteibuch

Von: Barbara Gillmann, Klaus Stratmann

Der CDU-Politiker Stefan Kaufmann bleibt für die Ampel der Wasserstoffbeauftragte. Entgegen der üblichen Praxis wird er nicht wegen seines Parteibuchs ausgetauscht.

Der alte und neue Wasserstoffbeauftragte der Bundesregierung hat sich bei der Wirtschaft Respekt erarbeitet. imago images/Future Image

Stefan Kaufmann

Der alte und neue Wasserstoffbeauftragte der Bundesregierung hat sich bei der Wirtschaft Respekt erarbeitet.

Berlin Beim Thema Wasserstoff setzt die Regierung auf personelle Kontinuität: Der von der Großen Koalition im Sommer 2020 in das neu geschaffene Amt des „Beauftragten für Wasserstoff“ berufene Christdemokrat Stefan Kaufmann bleibt im Amt. Das teilte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) mit. 

Das ist einigermaßen erstaunlich – üblicherweise besetzen neue Regierungen sämtliche entscheidenden Posten mit neuen Personen und in der Regel mit Parteifreunden. Stark-Watzinger berief dennoch erneut Kaufmann: „Seine große Kenntnis der nationalen und internationalen Forschungs- und Innovationspolitik wird eine wertvolle Unterstützung sein, um unsere ehrgeizigen Ziele für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft fortzuentwickeln und voranzutreiben“, sagte sie. 

Der Forschungspolitiker Kaufmann hatte bei der Bundestagswahl sein Stuttgarter Direktmandat an den Grünen, inzwischen zum Landwirtschaftsminister aufgestiegenen Cem Özdemir verloren. Und weil die CDU zu wenig Stimmen bekam, reichte ihm auch der baden-württembergische Listenplatz 7 nicht mal für eine Rückkehr in den Bundestag. 

Kaufmann setzte sich seit seiner Berufung konsequent für grünen Wasserstoff ein. Blauen und türkisen Wasserstoff, die auf der Basis fossiler Quellen hergestellt werden, spielen in seinen Überlegungen allenfalls als Not- und Übergangslösung eine Rolle. 

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    Grüner Wasserstoff ist ein „Schlüsselelement“

    In den vergangenen Monaten hatte er massiv für den Einsatz von grünem Wasserstoff geworben und sich dabei auch den Respekt vieler Unternehmen erarbeitet, die an der Zukunftshoffnung Wasserstoff arbeiten. Zudem kämpfte er dafür, den für die Wasserstoffelektrolyse eingesetzten Strom konsequent zu verbilligen.

    Der Koalitionsvertrag sieht eine Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie im Jahr 2022 einschließlich eines ambitionierten Updates vor.

    Stark-Watzinger will „dazu beitragen, dass die besten Technologien und Innovationen für Klimaneutralität aus Deutschland kommen“. Wasserstoff, insbesondere grüner Wasserstoff, sei „hierfür das Schlüsselelement“. 

    Forschung und Innovation sollen den Markthochlauf sowie den Einsatz in Industrie, Mobilität, Wärme und Landwirtschaft beschleunigen. „Wir wollen das Tempo erhöhen und die vielfältigen Chancen ergreifen, die das Multitalent Wasserstoff birgt“, sagte die Liberale. 

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