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01.07.2022

14:12

Welthandel

EU und Neuseeland einigen sich auf Freihandelsabkommen

Die EU-Länder und Neuseeland versprechen sich von dem Abkommen deutlich mehr Handel. Auch der Klimaschutz soll von der Einigung profitieren.

Die EU-Kommissionspräsidentin zeigte sich erfreut über die Einigung. dpa

Ursula von der Leyen

Die EU-Kommissionspräsidentin zeigte sich erfreut über die Einigung.

Brüssel, Wellington Die Europäische Union und Neuseeland haben sich auf ein gemeinsames Freihandelsabkommen geeinigt. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sprach am Donnerstag von einem historischen Moment. Es gebe Schätzungen, dass der Handel um rund 30 Prozent steigen könne. Schon jetzt sei die EU Neuseelands drittgrößter Handelspartner.

Neben Verbrauchern und Handelsunternehmen werde auch die Landwirtschaft profitieren. So kündigte von der Leyen unter anderem an, dass Zölle abgeschafft werden sollten, aber etwa auch Spezialitäten aus EU-Regionen weiter geschützt seien.

EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis teilte mit, das Abkommen werde beiden Volkswirtschaften zugutekommen und dabei helfen, Ziele im Bereich Nachhaltigkeit zu fördern. Er betonte etwa, dass Verstöße gegen Klimaschutzbemühungen sanktioniert werden könnten. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sagte, 97 Prozent der Waren, die Neuseeland in die EU exportiere, seien künftig von Zöllen befreit.

Die Europapolitikerin Svenja Hahn begrüßte das Abkommen: „Handel in Gütern könnte um bis zu 47 Prozent steigen. Mit dem Fokus auf nachhaltige Produkte ist das Abkommen ein Fortschritt für verantwortungsbewussten Handel“, so die FDP-Abgeordnete. Auch der SPD-Politiker Bernd Lange zeigte sich erfreut.

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    Die EU und Neuseeland erhöben dabei den Anspruch, Nachhaltigkeit als Ziel und Bedingung ihrer Zusammenarbeit zu verfolgen. Auch der CDU-Abgeordnete Daniel Caspary lobte das Abkommen.

    Regierungsvertreter und Wirtschaft begrüßen Einigung

    Auch in Berlin wurde die Einigung begrüßt. „Es ist ein echtes Husarenstück, dass es Frankreich am letzten Tag der Ratspräsidentschaft gelungen ist, hier den Deckel drauf zu machen“, sagte Reinhard Houben, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Dass einzelne Branchen mit dem Abkommen nicht zufrieden wären, sei völlig legitim. „Die Politik muss jedoch das Ganze im Blick behalten und das ist in diesem Fall der Abschluss des Abkommens.“

    Die Wirtschaft sendete ebenso positive Signale. „Das Abkommen wird dazu beitragen, unseren Außenhandel zu stärken und widerstandsfähiger zu machen“, sagte Außenhandelspräsident Dirk Jandura.

    Bevor das Abkommen in Kraft treten kann, müssen unter anderem die EU-Länder und das EU-Parlament noch grünes Licht geben.

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