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27.05.2019

16:06

Welthandel

EU will WTO-Streitschlichtung mit Notfalllösung retten

Die EU will verhindern, dass das Streitschlichtungsverfahren der WTO blockiert wird. Verantwortlich für die Schwierigkeiten sind die USA.

Durch eine Blockade der USA könnte die WTO bald handlungsunfähig werden. Reuters

Welthandelsorganisation

Durch eine Blockade der USA könnte die WTO bald handlungsunfähig werden.

BrüsselAngesichts der drohenden Blockade der Streitschlichtungsverfahren der Welthandelsorganisation (WTO) will die EU mit internationalen Partner eine Notfalllösung entwickeln. Dass das Berufungsgremium in Kürze wegen Unterbesetzung funktionsunfähig sein könnte, sei nicht zu akzeptieren, erklärte der derzeitige Vorsitzende des EU-Handelsministerrates, Stefan-Radu Oprea, am Montag nach Beratungen in Brüssel. Die EU werde deswegen andere WTO-Partner kontaktieren, um an einer Interimslösung zu arbeiten. Diese solle sicherstellen, dass der verbindliche Charakter der Streitschlichtungsverfahren bewahrt werden könne.

Verantwortlich für die aktuellen Schwierigkeiten in der WTO sind vor allem die USA. Sie blockieren wegen ihrer Unzufriedenheit mit den Streitschlichtungsverfahren bereits seit mehreren Jahren die Ernennung von neuen Mitgliedern des WTO-Berufungsgremiums. Ende des Jahres könnte es deswegen völlig lahmgelegt.

Bei den WTO-Streitschlichtungsverfahren untersuchen unabhängige Handelsexperten, ob verhängte Maßnahmen wie neue Zölle mit WTO-Recht in Einklang stehen. Wenn Maßnahmen als illegal eingestuft werden, wird die Aufhebung empfohlen. Wenn die Maßnahmen nicht aufgehoben werden, können die Experten dem Land, das erfolgreich Nachteile geltend gemacht hat, Kompensation zusprechen.

Details zu den EU-Plänen nannten auf Nachfrage weder Oprea noch die EU-Handelsbeauftragte Cecilia Malmström. „Wir haben gerade erst begonnen, mögliche Optionen zu prüfen“, erklärte Malmström.

Mehr: Im Handelsstreit mit den USA demonstriert die EU Härte. Sie will sich trotz der Androhung von Strafzöllen nicht auf Handelsbeschränkungen einlassen. Lesen Sie hier mehr darüber.

Brexit 2019

Von

dpa

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