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14.04.2022

02:15

Wirtschaftshilfen

IWF-Führungsgremium bewilligt neuen 45-Milliarden-Fonds

Der Internationale Währungsfonds hat die Ausgabe von milliardenschweren Wirtschaftshilfen verabschiedet, um Länder im niedrigen oder mittleren Lohnsektor zu unterstützen.

Die Entscheidung zeige, dass die Zusammenarbeit der G20 allen nutze, sagte die geschäftsführende Direktorin des IWF. Reuters

Kristalina Georgieva

Die Entscheidung zeige, dass die Zusammenarbeit der G20 allen nutze, sagte die geschäftsführende Direktorin des IWF.

Washington Das Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat am Mittwoch (Ortszeit) grünes Licht für einen 45 Milliarden US-Dollar schweren Fonds namens Resilience and Sustainability Trust (RST) gegeben. „Diese historische Entscheidung verkörpert den Geist des Multilateralismus. Sie zeigt, dass wir, wenn die Notwendigkeit und der Wille vorhanden sind, zusammenarbeiten können, um ein bedeutendes Ergebnis zum Nutzen aller zu erzielen“, sagte die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, gegenüber Reuters.

Der Fonds soll zukünftig Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen bei der Bewältigung von großen Herausforderungen wie dem Klimawandel und Pandemien helfen. Dies ging aus einem IWF-Papier hervor, das Reuters zuvor einsehen konnte.

Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatten sich vergangenen Oktober dafür ausgesprochen, ein solches Instrument zu schaffen. Nahezu drei Viertel der 190 IWF-Mitglieder wären dann berechtigt, Mittel aus dem Topf zu beantragen. Es wären nicht nur ärmere Staaten, sondern auch viele Schwellenländer.

Bislang bietet der IWF günstige oder Nullzins-Finanzierungen vor allem für kurz- und mittelfristige Probleme an. Spezielle Programme gibt es zudem für besonders arme Entwicklungsländer. Bei Langfrist-Finanzierungen gab es aber eine Lücke, die nun geschlossen werden soll. Früheren Angaben zufolge soll der RST ab Oktober anzuzapfen sein. Um Gelder daraus zu bekommen, müssen Länder aber bestimmte Reformen zusagen und eine tragfähige Schuldenlast nachweisen.

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