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15.10.2019

19:15

Zölle

Fritten-Konflikt mit Kolumbien: EU-Kommission ruft WTO an

Im Streit um kolumbianische Zölle auf deutsche, belgische und niederländische Kartoffelfritten fordert die EU Hilfe von der Welthandelsorganisation.

Die Fritten sind ein belgisches Kulturgut. action press

Flämische Fritten

Die Fritten sind ein belgisches Kulturgut.

Brüssel Wegen kolumbianischer Zölle auf Tiefkühl-Fritten aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden will die EU-Kommission Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) einlegen. Dies kündigte Handels-Kommissarin Cecilia Malmström am Montag in Brüssel an.

Die Anti-Dumping-Zölle des südamerikanischen Landes seien völlig ungerechtfertigt und schadeten den EU-Herstellern. Deshalb werde sich die EU-Kommission bei der WTO für deren Interessen einsetzen.

Kolumbien hatte die Anti-Dumping-Zölle im November 2018 verhängt. Die Begründung lautete, die EU-Hersteller subventionierten ihre Preise und schadeten damit kolumbianischen Produzenten. Laut Agrarminister Andrés Valencia Pinzón müssten 74 Prozent aller Importe zu Preisen eingeführt werden, die kolumbianische Anbieter nicht benachteiligen.

Schon damals rief Belgien die EU-Kommission zu Hilfe. Die beiden gleichfalls betroffenen Länder Deutschland und Niederlande schlossen sich der Forderung an. „Europa wird europäische Fritten verteidigen“, sagte Malmström daraufhin. Kolumbien sei bereits das dritte Land nach Südafrika und Brasilien, das solche Anti-Dumping-Maßnahmen gegen Belgien verhängt habe, erklärte der belgische Kartoffelverband Belgapom.

Jetzt erklärte die Handelskommissarin, man habe mehr als 30 Mal vergeblich bei den kolumbianischen Behörden interveniert. Deshalb sei die Beschwerde bei der WTO nicht zu vermeiden gewesen. Ziel ist ein Schlichtungsverfahren.

Mehr: Die Strafzölle wegen EU-Subventionen für Airbus sollen in wenigen Tagen in Kraft treten. EU-Handelskommissarin Malmström schlägt nun neue Gespräche mit den USA vor.

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Von

dpa

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