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25.05.2022

08:33

GfK

Konsumstimmung bleibt trotz leichtem Anstieg eingetrübt

Die Stimmung der Verbraucher verbessert sich geringfügig. Der Ukrainekrieg und die hohe Inflation belasten die Verbraucher allerdings weiterhin.

Trotz weiterer Lockerungen coronabedingter Beschränkungen bleibt die Stimmung der Verbraucher gedämpft. IMAGO/Gottfried Czepluch

Essen Innenstadt

Trotz weiterer Lockerungen coronabedingter Beschränkungen bleibt die Stimmung der Verbraucher gedämpft.

Berlin, Nürnberg Im Schatten von Ukrainekrieg und hoher Inflation bleibt die Stimmung der Verbraucher trotz leichter Besserung stark eingetrübt. Das Barometer der Nürnberger GfK-Marktforscher signalisiert für Juni nach dem jüngsten Einbruch nur einen kleinen Anstieg.

Es legt demnach um 0,6 Zähler zu auf minus 26,0 Punkte, wie die GfK am Mittwoch mitteilte. „Damit verbessert sich das Konsumklima zwar geringfügig, die Konsumstimmung ist aber nach wie vor an einem absoluten Tiefpunkt“, erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl, dessen Institut im Mai ein Rekordtief gemessen hatte. Trotz weiterer Lockerungen coronabedingter Beschränkungen drückten der Ukrainekrieg und vor allem die hohe Inflation schwer auf die Stimmung der Verbraucher.

Nach zwei Monaten mit spürbaren Einbußen legt die Konjunkturerwartung im Mai wieder moderat zu. Dennoch fürchteten die Verbraucher immer noch eine Rezession: „Lieferkettenprobleme und fehlende Halbleiter verhindern derzeit eine nachhaltige Erholung weiter Teile der deutschen Wirtschaft“, erklärte Bürkl.

Nachdem die Einkommenserwartung im Vormonat auf den niedrigsten Wert seit fast 20 Jahren abgestürzt war, legte sie im Mai wieder zu. Trotz der Verbesserung bleibe das Niveau weiterhin enorm niedrig, erklärten die Nürnberger Konsumforscher.

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    Wesentlicher Grund für die schwachen Einkommensaussichten sei neben der Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg vor allem die hohe Inflation: „Explosionsartig gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise knabbern an der Kaufkraft der Haushalte und verhindern derzeit eine bessere Entwicklung des Einkommensindikators.“ Als Folge schwacher Konjunktur- und Einkommensaussichten bleibe auch die Konsumneigung der Verbraucher spürbar gedämpft. Hohe Preise für Energie und Lebensmittel sorgten dafür, dass entsprechend weniger Geld für andere Anschaffungen zur Verfügung stehe.

    Die Inflationsrate liegt aktuell bei 7,4 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 1981.

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