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20.05.2022

09:18

Konjunktur

Nach Sanktionen: Deutsche Russland-Exporte brechen fast um zwei Drittel ein

Insgesamt steigen die deutschen Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union. Dabei gibt es ein Land, in das Deutschland besonders viel exportiert hat.

Die westlichen Sanktionen gegen Russland sehen Exportbeschränkungen vor. IMAGO/Lobeca

Containerhafen

Die westlichen Sanktionen gegen Russland sehen Exportbeschränkungen vor.

Berlin Die deutschen Exporte nach Russland brechen wegen der Sanktionen infolge des Kriegs gegen die Ukraine immer stärker ein. Sie fielen im April um 63,1 Prozent zum Vorjahresmonat auf 0,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. „Damit lag die Russische Föderation im April 2022 nur noch auf Rang 14 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU.“

Im Februar hatte Russland noch Rang fünf belegt. Russische Truppen waren am 24. Februar in die Ukraine eingedrungen, worauf der Westen scharfe Sanktionen verhängt hat. Diese sehen unter anderem Exportbeschränkungen vor.

Insgesamt sind die deutschen Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union – sogenannte Drittstaaten – im April um 4,1 Prozent zum Vormonat auf 56,2 Milliarden Euro gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2021 klettern sie um 8,4 Prozent.

Wichtigster Kunde für die deutschen Exporteure waren erneut die USA. Dorthin wurden Waren im Wert von 12,0 Milliarden Euro exportiert – ein Plus von 19 Prozent zum Vorjahr. Nach China, wo Corona-Lockdowns die Wirtschaft bremsen, wurden Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro ausgeliefert und damit 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Ausfuhren nach Großbritannien stiegen um 5,6 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.

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