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09.05.2022

04:00

Ökonomie

„Klima der Einschüchterung“: Aufregung an Deutschlands größtem Wirtschaftsforschungsinstitut

Von: Martin Greive, Julian Olk

Am DIW toben interne Machtkämpfe. Es geht um Geld und Einfluss. Im Zentrum der Kritik: Präsident Marcel Fratzscher.

Die neuerliche Auseinandersetzung ist besonders pikant, weil es um zwei der wichtigsten Bereiche am DIW geht, der einzigarten Daten-Forschungseinheit und der Konjunkturabteilung. Andreas Pein/laif

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin

Die neuerliche Auseinandersetzung ist besonders pikant, weil es um zwei der wichtigsten Bereiche am DIW geht, der einzigarten Daten-Forschungseinheit und der Konjunkturabteilung.

Berlin Für die Mitarbeiter am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kam die Nachricht Anfang April aus dem Nichts. Vorstandsmitglied Stefan Liebig, einer der wichtigsten Köpfe am Institut, kündigte überraschend seinen Abgang an.

Warum Liebig hinwarf, war unklar. Bis jetzt. In einem internen fünfseitigen Brief, der dem Handelsblatt vorliegt, schildert Liebig detailliert die Gründe für seine Entscheidung. Das Schreiben ist eine einzige Abrechnung mit dem Chef des DIW: Marcel Fratzscher, einem der bekanntesten deutschen Ökonomen.

Die Vorwürfe Liebigs gegen Fratzscher wiegen schwer: Das Arbeitsklima am DIW sei seit Jahren durch „fehlendes Vertrauen, beständige Auseinandersetzungen, Eingriffe in die wissenschaftliche Arbeit sowie letztlich auch ein Klima der Einschüchterung“ geprägt, schreibt Liebig. In einzelnen Fällen sei es sogar „zur Diffamierung von Mitarbeitern“ gekommen.

Der Streit zwischen Liebig und Fratzscher ist das nächste Kapital in der schier endlosen Geschichte um Macht, Einfluss und Geld an Deutschlands größtem Wirtschaftsforschungsinstitut.

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