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03.09.2019

08:10

Santa Cruz Island

Viele Tote bei Bootsfeuer vor Kalifornien

Ein Ausflugsboot ist vor der Küste des US-Bundesstaats in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr hat mittlerweile 25 Leichen entdeckt.

Kalifornien

Küstenwache bestätigt mehrere Dutzend Tote nach Schiffsbrand

Kalifornien: Küstenwache bestätigt mehrere Dutzend Tote nach Schiffsbrand

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Los Angeles Mitten in der Nacht ist ein Ausflugsschiff vor der kalifornischen Küste wohl für Dutzende Taucher zur Todesfalle geworden. Nur fünf Besatzungsmitglieder konnten sich mit einem Sprung von Bord der „Conception“ in den Pazifik retten. Die übrigen Passagiere schliefen unter Deck, als das Schiff am Montag (Ortszeit) vor der Insel Santa Cruz Island in Flammen aufging.

Wie ein Sprecher der Küstenwache mitteilte, konnten die Einsatzkräfte am Abend 20 Leichen bergen. Fünf weitere wurden zwar gesichtet, konnten aber aufgrund unsicherer Verhältnisse unter der havarierten „Conception“ nicht aus dem Wasser gezogen werden. In der Nacht werde die Suche nach neun noch vermissten Menschen fortgesetzt, sagte Matthew Kroll von der Küstenwache.

39 Menschen waren nach Angaben der Behörden an Bord des Schiffes, das am Samstag von dem Küstenort Santa Barbara zu einem dreitägigen Tauchvergnügen zu den Kanalinseln gestartet war. Am Montagabend sollte die „Conception“ wieder an der kalifornischen Küste anlegen.

Ein Notruf, der am frühen Montagmorgen kurz nach drei Uhr bei den Behörden eintraf, ließ bereits Schlimmes ahnen. Ein Mann gab mit panischer Stimme die Position des Schiffes an, dann sagte er, dass er nicht atmen könne. In die Aufzeichnung mischen sich viele Geräusche, die Stimme ist am Ende nicht mehr zu verstehen. Das Boot war nur 20 Meter von Strand der Santa Cruz Insel entfernt vor Anker gegangen.

Zwei der fünf Crewmitglieder waren bei der Flucht aus der Flammenhölle leicht verletzt worden. Mit einem kleinen Beiboot konnten sie nachts ein benachbartes Fischerboot erreichen. Die Gruppe sei völlig verstört gewesen, sagten die Bootsleute Shirley und Bob Hansen laut der „Los Angeles Times“.

Einer der Männer hätte ihnen weinend erzählt, dass seine Freundin noch unter Deck an Bord sei. Ein anderer berichtete, dass sie am Abend auf dem Boot die Geburtstage von drei Passagieren gefeiert hätten, darunter ein 17-jähriges Mädchen, das von seinen Eltern auf der Tauchreise begleitet wurde.

Die Passagiere des Ausflugsschiffes schliefen im Bootsinneren, als das Feuer aus noch unbekannten Gründen ausbrach. Zahlreiche Löschboote waren zu der Unglücksstelle geeilt, doch jede Hilfe kam zu spät. Bob Hansen sagte der „Los Angeles Times“, dass er das brennende Boot und dichten Rauch sehen konnte und mehrere Explosionen hörte. Möglicherweise seien Tauchflaschen explodiert, mutmaßte Hansen. Dramatische Fotos zeigten das Unglücksboot völlig von Flammen umgeben.

Die Kanalinseln vor Santa Barbara sind ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Segler. Das Unternehmen „Worldwide Diving Adventures“ hatte das Boot für den Taucherausflug an dem langen Laborday-Wochenende gechartert. Auf seiner Webseite versprach der Veranstalter ein Wochenende mit Tauchgängen, Kajakfahrten, Gourmet-Küche und Begleitung von einer Meeresbiologin.

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