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13.04.2017

16:55 Uhr

Ende einer Ära

Berlusconi verkauft endgültig den AC Mailand

Voller Ergriffenheit sagt Silvio Berlusconi beim AC Mailand endgültig „Arrivederci“. Der Verkauf des Clubs an chinesische Investoren ist abgewickelt. Milan soll jetzt wieder an goldene Zeiten anknüpfen.

Der designierte Geschäftsführer des italienischen Fußballvereins AC Mailand, Marco Fassone (l) und David Han Li kommen in Mailand zu einem Notariat, um den Verkauf des Vereins abzuschließen. dpa

Verkauf des AC Mailand

Der designierte Geschäftsführer des italienischen Fußballvereins AC Mailand, Marco Fassone (l) und David Han Li kommen in Mailand zu einem Notariat, um den Verkauf des Vereins abzuschließen.

RomDie Ära Silvio Berlusconi beim AC Mailand ist nach mehr als 30 Jahren zu Ende. Der umstrittene ehemalige italienische Premierminister hat den Fußball-Traditionsclub endgültig an chinesische Investoren verkauft, wie Berlusconis Familienholding Fininvest am Donnerstag mitteilte. „Von heute an bauen wir die Zukunft auf“, kündigte der chinesische Geschäftsmann Yonghong Li an, der hinter den Investoren steht.

„Ich werde immer der oberste Milan-Fan bleiben“, sagte Berlusconi, der den Club 1986 übernommen hatte. Er verlasse den Verein mit „Schmerz und Ergriffenheit“, aber auch mit dem Bewusstsein, dass mehr Investitionen nötig seien, um auf internationaler Ebene ganz oben mitspielen zu können. „Ressourcen, die eine einzige Familie nicht mehr geben kann“, sagte er.

AC Mailand verkauft: Das Ende der Berlusconi-Ära

AC Mailand verkauft

Das Ende der Berlusconi-Ära

Der italienische Fußballclub AC Mailand gehört künftig chinesischen Investoren. Damit endet nach über dreißig Jahren die Ära des italienischen Ex-Premiers Silvio Berlusconi. Der Deal wurde zuvor mehrfach verschoben.

Unter Berlusconi hat der AC Mailand acht Meistertitel und fünf Champions-League-Pokale geholt. Das letzte Mal gewann Milan 2011 die Serie A, 2007 die Champions League. Nach einer Krise liegt der Club derzeit in der Liga auf Platz sechs. Am Samstag steht das Stadt-Derby gegen Inter Mailand an, das ebenfalls von chinesischen Investoren übernommen worden war.

Der Verkauf des Erstligisten an die Rossoneri Sport Investment Lux sei unter den im August vereinbarten Bedingungen abgeschlossen worden, hieß es in der Mitteilung. Der Wert des Vereins beträgt demnach geschätzte 740 Millionen Euro, die Schulden belaufen sich auf 220 Millionen Euro. Der Abschluss des Deals war mehrmals verschoben worden.

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dpa

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