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10.09.2017

12:11 Uhr

Erneute Panne bei Live-Spiel

Fan-Ärger und PR-Desaster für Eurosport: „Katastrophe“

Nach den erneuten Pannen bei der Übertragung des Freitagspiel der Bundesliga von Eurosport hat die Deutsche Fußball Liga Gespräche mit dem Sender angekündigt. Vor allem von Gastgeber Hamburger SV kommt heftige Kritik.

Bei der Übertragung des Bundesligaspiels über den Eurosport Player ist es erneut zu technischen Problemen gekommen. AFP

Hamburger SV gegen RB Leipzig

Bei der Übertragung des Bundesligaspiels über den Eurosport Player ist es erneut zu technischen Problemen gekommen.

MünchenMarkus Gisdol macht sich beim Ärger über die verkorksten Fußball-Übertragungen von Eurosport zum Anwalt der Fans. Als „Katastrophe“ bezeichnete der Trainer des Hamburger SV die Probleme: „Das würde mir auch auf den Keks gehen, wenn ich zu Hause wäre, und ich kann das Spiel nicht sehen.“

Ruckelnde Bilder, Ausfälle und Unschärfen: Auch am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga gab es Schwierigkeiten bei der Live-Übertragung des Freitagspiels. Das lief aufgrund der neuen Fernsehverträge nicht beim Pay-TV-Sender Sky, sondern beim Konkurrenten Eurosport, der zwangsweise vor allem auf Internet-Übertragungen setzt.

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist verärgert und greift jetzt ein. „Die betroffenen Fans sind damit zurecht unzufrieden, ebenso wie Eurosport selbst und die DFL“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Liga will mit dem Sender nun „darüber sprechen, wie künftig die hohen Standards der Bundesliga durchgehend gewährleistet werden können“.

Die Liga ist in einer schwierigen Lage. Sie durfte aufgrund der Vorgaben des Kartellamtes die TV-Rechte nicht wieder komplett an Sky verkaufen und muss sich nun mit den Problemen des neuen Vertragspartners herumärgern. Die Freitagspiele über das Free-TV-Angebot von Eurosport zu zeigen, wäre - vor allem aus finanzieller Sicht - höchstens eine kurzfristige Lösung.

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Vor der Länderspielpause beweisen Pokalsieger Borussia Dortmund und Meister FC Bayern München Stärke. Beide gewannen ihre Spiele gegen Berlin und in Bremen jeweils mit 2:0. Überraschend hat auch Hamburg mit sechs die Optimalpunktzahl erbeutet.

Eurosport hatte bei der komplizierten Ausschreibung ein Rechtepaket mit 45 Spielen ersteigert, darunter alle Partien am Freitagabend. Da sich der Spartensender aber nicht über eine Einspeisung bei Sky einigen konnte, laufen die Spiele im Netz als Stream über den kostenpflichtigen Eurosport-Player oder über den noch teureren und ruckelfreien Satelliten-Empfang HD+.

Eurosport schrieb nach der erneut vermurksten Freitagspartie, „dass 98 % des Spiels von allen Zuschauern problemlos gesehen werden konnte. Die Probleme, die einige User hatten, können bei Streaming-Produkten gegebenenfalls auftreten, und wir bedauern sehr, dass es einige technische Störungen gab.“

Kommentare (1)

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Herr Paule 50

11.09.2017, 16:29 Uhr

Das Desaster freut mich ungemein! Wer die richtigen Fans vom Volkssport Fussball durch Verschlüsselung und Abkassieren ausschließt, verdient es nicht anders! Es ist eine Riesenschweinerei, dass man dafür bezahlen muss. Woche für Woche schicken Eltern ihte Kindr zum Fussballtraining, Woche für Woche spielen auf den Fußballplätzen Millionen KIcker und der DFB profitiert davon! "Zum Dank" lässt er Regeln zu, dass z.B. Spieler während der Saison wechseln dürfen! Das ist Wettbewerbsverzerrung. Nun versucht man in der Halbzeitpause durch "Kasperltheater" die Fans zu vergraulen! Nein danke!
Die SYK- und Eurosport-Abonnenten sollten alle ihre Abos kündigen, damit hier wieder normale Verhältnisse einkehren!

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