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Fußball-WM 2018

13.06.2018

12:07 Uhr

Wechsel zu Real Madrid

Spanien feuert Trainer Lopetegui einen Tag vor WM-Start

Quelle:dpa

Am Freitagabend spielt Spanien bei der Fußball-WM gegen Portugal – und steht plötzlich ohne Trainer da. Der Verband trennt sich von Julen Lopetegui.

Fußball WM: Spanien stellt Trainer Julen Lopetegui frei dpa

Julen Lopetegui

Spaniens Nationaltrainer wechselt zu Real Madrid – das kostet ihm die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.

KrasnodarDer spanische Fußballverband hat sich zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Portugal von seinem Nationaltrainer Julen Lopetegui getrennt. Das teilte Verbandschef Luis Rubiales am Mittwoch mit, nachdem tags zuvor der Wechsel Lopeteguis zu Real Madrid nach der Weltmeisterschaft in Russland bekanntgegeben worden war.

Zuvor war eine vom spanischen Verband angesetzte Pressekonferenz mit Lopetegui am Mittwoch um eine Stunde verschoben worden. „Kanonenschuss gegen die Selección“ hatte sogar die Real nahestehende Madrider Sportzeitung „AS“ am Mittwoch getitelt.

Der am Dienstag nur zehn Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe informierte neue Verbandspräsident Luis Rubiales koche vor Wut, hieß es in Medienberichten weiter. „Rubiales fühlt sich verraten. Real hat schlecht gehandelt, Lopetegui noch schlechter. Der Trainer hat die Konzentration auf die WM kaputt gemacht“, sagte der gut informierte Journalist Manu Carreño in der Radiosendung „El Larguero“ in der Nacht zum Mittwoch.

Nicht nur daheim in Spanien, sondern auch im Teamlager des Weltmeisters von 2010 in Krasnodar löste der angekündigte Trainer-Transfer große Missstimmung aus.

Bei den Diskussionen geht es nicht nur darum, dass Lopetegui offenbar mitten in der Vorbereitung auf die WM mit dem Champions-League-Sieger verhandelt hat. Auch und vor allem der Zeitpunkt der Bekanntgabe sei „schrecklich“ gewesen, schreibt zum Beispiel „AS“. Der Verband RFEF reagierte erst 50 Minuten nach der Real-Mitteilung mit einer dürren Presseerklärung, in der er die Ausstiegsklausel in Lopeteguis Vertrag bestätigte und um volle Konzentration auf das Portugal-Spiel bat.

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Lopetegui habe noch am Dienstag in Krasnodar vor die Presse treten wollen, Rubiales habe ihm das aber untersagt, hieß es in den spanischen Medien. Rubiales habe Lopetegui und Real-Boss Florentino Pérez am Dienstag darum gebeten, dass die Verpflichtung erst nach der WM bekanntgegeben wird. Vergeblich. Die Fachzeitung „Mundo Deportivo“ spricht auf Seite eins von einer „Bombe“, das Konkurrenzblatt „Sport“ von einer „Madrider Rakete gegen La Roja“ und auch davon, dass Pérez „die Nationalmannschaft in die Luft gejagt“ habe.

Auch die meisten Nationalspieler seien verärgert, so „Sport“. Nur die bei Real kickenden Stars um Kapitän Sergio Ramos und Isco seien froh. Mit der Ruhe und der Eintracht im Team ist es jedenfalls vorbei beim Weltmeister von 2010. Kommentar von Radio Marca: „Das ist mehr ein Meteorit als eine Bombe, die hier eingeschlagen hat.“

Von

dpa

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