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20.09.2017

06:34 Uhr

Cobi im Test

Macht dieses Gadget den Drahtesel zum Smart-Bike?

VonCarina Kontio

Mit Cobi will ein hessisches Tech-Start-up aus jedem Drahtesel ein Connected-Bike machen - aber ist es wirklich revolutionär? Was kann das Gerät, das klingelt und navigiert, was kostet es und vor allem - wer braucht das?

Cobi steht für „Connected Biking“. Es handelt sich um ein ganzheitliches System, das Fahrrad und Smartphone auf eine intelligente Weise verbinden soll. PR Bild

Cobi am Lenker

Cobi steht für „Connected Biking“. Es handelt sich um ein ganzheitliches System, das Fahrrad und Smartphone auf eine intelligente Weise verbinden soll.

BonnEins muss man Andreas Gahlert, Carsten Lindstedt, Tom Acland und Heiko Schweickhardt lassen: Die vier Gründer verstehen es, andere von ihrer Idee - ein vernetztes, aber banal wirkendes Fahrradsystem aus Kunststoff, das man sich an den Lenker klemmt - zu begeistern und Geschäfte zu machen. Von insgesamt 15 Investoren wurden das Frankfurter Start-up finanziert, von Business Angels bis zu Risikokapitalgesellschaften. Den Durchbruch schaffte die Cobi GmbH im Dezember 2014 über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Dort war Cobi nicht nur eins der erfolgreichsten Projekte aus Deutschland, sondern auch die zweiterfolgreichste Kampagne aus dem Bereich Fahrradtechnik aller Zeiten.

Das Produkt in aller Kürze

Was ist es?

Cobi ist ein System für Fahrräder, mit dem man Musik hören, mit Freunden sprechen oder Echtzeit-Infos über die Umgebung erhalten kann und bei dem der Fahrer trotzdem die Hände frei hat. Die Hardware besteht aus einem Hub für den Lenker, der das Akku beinhaltet, eine Handy-Halterung, die gleichzeitig Ladestation ist sowie ein Frontlicht und eine digitale Klingel. Außerdem gehört ein Rücklicht dazu, dass kabellos über die Fernbedienung des Hubs bedient werden kann.

Was sagt die Werbung?

"Cobi verbindet. Wir von Cobi sind davon überzeugt, dass jedes Rad mit mobiler Technologie ausgestattet sein sollte - für mehr Erlebnisse und Entdeckungen auf jeder Fahrt. Daher haben wir das Cobi-System entwickelt. Mehr Spaß, Konnektivität und Komfort für deine nächste Fahrt. Bleib mit deiner Welt in Verbindung: Freunde, Fitness, Licht, Musik und Navigation - mit Cobi hast du alles unter Kontrolle!"

Wer steckt dahinter?

Das Gadget ausgedacht haben sich die Gründer der Frankfurter Cobi GmbH: Andreas Gahlert, Carsten Lindstedt, Tom Acland und Heiko Schweickhardt. Den Durchbruch schaffte das Start-up im Dezember 2014 über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Dort war Cobi nicht nur eins der erfolgreichsten Projekte aus Deutschland, sondern auch die zweiterfolgreichste Kampagne aus dem Bereich Fahrradtechnik aller Zeiten.

Was kostet das Gerät?

“Cobi Plus” kostet im Online-Shop des Start-ups 339,00 Euro; in der Version bekommt man nicht nur den Cobi-Hub, den es in der günstigsten Version ab 249,00 Euro gibt, sondern ein ganzes auch eBike-kompatibles Set, bestehend aus Hub, Daumen-Controller (darüber können Fahrer u.a. klingeln, Anrufe annehmen oder die Navigation steuern), Smartphone-Ladefunktion sowie einem Front- und einem kabellosen Rücklicht. Es gibt separat auch noch eine Offroad-Variante des Rücklichtes im Shop für 59,90 Euro, mit dem man sogar blinken kann.

Was ist gelungen?

Cobi ist ein Produkt, das von der dazugehörigen (kostenlosen) App für Android und iOS zum virtuellen Leben erweckt wird und genau hier auch überzeugt und Spaß macht. Die Umsetzung ist nicht nur optisch schön, sondern auch intuitiv und äußerst ansprechend gestaltet.

Was ist nicht gelungen?

Für meinen Geschmack könnte das Hub smarter und kleiner gestaltet sein. In seiner jetzigen Form wirkt es etwas globig und billig. Wünschenswert wäre bei dem Preis auch ein zum Set dazugehöriger Trittfrequenzsensor oder ein Brustgurt, damit man auch seine Fitnessdaten auswerten kann.

Lohnt sich der Kauf?

Für all diejenigen, die auf ihr Handy auch beim Radfahren nicht verzichten und sich darüber hinaus auch noch entertainen, tracken und navigieren lassen wollen, ist Cobi der ideale Begleiter. Dank Cobi bleiben die Hände nun aber am Lenker und es gibt kein Gefummel mehr während der Fahrt auf dem Smartphone-Display. Auch der Scheinwerfer überzeugt. In Summe also ein gelungenes Gadget fürs sichere und vernetzte Radeln.

Inzwischen arbeiten die Macher von Cobi mit acht Partnern zusammen und die junge Firma hat bereits 35 Mitarbeiter. Ihr gleichnamiges smartes Gadget Cobi, das wir Mitte letzten Jahres auf der Messe Cyclingworld in Düsseldorf entdeckt und jetzt ausführlich für Sie getestet haben, wird seitdem stets weiterentwickelt und perfektioniert. Mit dem ehrgeizigen Anspruch: aus der Radfahrt ein echtes High-Tech-Erlebnis zu machen.

Warum auch nicht, wir leben schließlich im Zeitalter smarter Fernseher, vernetzter Kühlschränke und autonomer Staubsauger und Rasenmäher, die unsere Wohnung und den Garten in Schuss halten, wenn wir bei der Arbeit, beim Training oder im Urlaub sind. Jetzt werden also auch unsere Drahtesel, die Karl Freiherr von Drais vor 200 Jahren als Alternative zum Pferd erfand, smart und durch Cobi in ganz neue, in virtuelle Dimensionen gehoben. Oder etwa nicht? Wir haben den Realitätscheck gemacht und zeigen, ob sich der Kauf der digital Fahrrad-Schaltzentrale lohnt.

Der Top-Seller “Cobi Plus” kostet im Online-Shop des Start-ups 339,00 Euro. Okay, zugegeben, das ist jetzt kein Preiskracher, aber in der Version bekommen Sie nicht nur den Cobi-Hub, den es in der günstigsten Variante ab 249,00 Euro gibt, sondern ein ganzes auch eBike-kompatibles Set, bestehend aus Hub, Daumen-Controller (darüber können Sie u.a. klingeln, Anrufe annehmen oder die Navigation steuern), Smartphone-Ladefunktion sowie einem Front- und einem kabellosen Rücklicht. Es gibt separat auch noch eine Offroad-Variante des Rücklichtes im Shop für 59,90 Euro, mit dem Sie sogar blinken können. Die dazugehörige App für Android und iOS, welche die Hardware überhaupt erst zum virtuellen Leben erweckt, kann kostenlos heruntergeladen werden.

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