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16.09.2019

08:00

#DigitalDictionary

Coopetition – Lieber gemeinsam statt einsam

Von: Daniel Rettig

Wer schon heute das Morgen verstehen will, muss die Sprache der Zukunft sprechen – und dafür gibt es ab sofort einmal pro Woche das digital dictionary unserer digitalen Bildungsplattform ada. In Folge 12: die Coopetition.

Gemeinsam können Unternehmen häufig mehr erreichen.Coopetition – Lieber gemeinsam statt einsam Moment/Getty Images

Coopetition

Gemeinsam können Unternehmen häufig mehr erreichen.Coopetition – Lieber gemeinsam statt einsam

Düsseldorf Zum Beispiel Volkswagen. Der Autohersteller arbeitet inzwischen nicht nur mit seinen klassischen Zulieferern zusammen, sondern auch mit Ford, Amazon und Microsoft – und sogar mit der Google-Tochter Waymo, die sich auf autonomes Fahren spezialisiert hat. Selbstmord aus Angst vor dem Tod? Mitnichten.

Was früher undenkbar gewesen wäre, wird inzwischen zum Normalfall: Vermeintlich bittere Gegner verbünden sich und machen gemeinsame Sache. Doch dafür müssen sie nicht gleich komplett fusionieren, einzelne Gemeinschaftsprojekte tun es auch: ein klassischer Fall von Coopetition.

Dieses Kofferwort aus Zusammenarbeit (cooperation) und Wettbewerb (competition) geht zurück auf das gleichnamige Buch der beiden Ökonomen Barry Nalebuff und Adam Brandenburger aus dem Jahr 1996. Doch in den vergangenen Jahren hat der Begriff noch mal eine völlig neue Dynamik und Relevanz bekommen.

Weil alle Unternehmen durch die Digitalisierung und Informationstechnik immer schneller reagieren müssen – oder, betriebswirtschaftlich formuliert: weil Produktionszyklen immer kürzer werden – entstehen ständig neue unternehmens- und branchenübergreifende Netzwerke und Allianzen.

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    Die meisten Konzerne haben verstanden, dass sie es in der globalisierten und digitalisierten Welt kaum ganz alleine schaffen werden. Wer schlau ist, erkennt daher seine Unterlegenheit in gewissen Bereichen an – und profitiert in gemeinsamen Projekten von den Erfahrungen der Konkurrenten. Zumindest dann, wenn die Basis einer erfolgreichen Coopetition gegeben ist: gegenseitiges Vertrauen.

    Dazu gehört es auch, die eigenen Schwächen anzuerkennen. Diese Souveränität ist nicht jedem gegeben. Deshalb ist Coopetition in Ländern wie den USA oder Japan bereits weiter gediehen als in Deutschland – doch wenn es nach Barry Nalebuff und Adam Brandenburger geht, dürfte die Vernunft letztlich siegen: „Es geht dabei darum, Wege zur Vergrößerung des Kuchens zu finden“, schrieben sie in ihrem Buch, „statt nur mit Konkurrenten um einen Kuchen hingenommener Größe zu streiten.“

    Mehr: Daniel Rettig ist Redaktionsleiter der digitalen Bildungsplattform ada. Wenn auch Sie schon heute das Morgen verstehen wollen, schauen Sie doch mal vorbei: join-ada.com

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